Das war die Interschutz 2015

Hannover wurde zwischen 8. und 13. Juni 2015 erneut zum Mekka aller Einsatzorganisationen. 1.500 Aussteller aus 51 Nationen präsentierten dem anwesenden Fachpublikum, der Konkurrenz und den tausenden Besucherinnen und Besuchern, die auf das weltgrößte Messegelände gepilgert waren, ihre Neuigkeiten. Besonders gelobt wurde die hohe Qualität der Fachbesucher.
Die Interschutz 2015 punktete in allen Parametern: Aussteller, Fläche und Besucher. Sie erlebten eine Präsentation der Superlative. Drehleitern und Teleskopmastbühnen auf dem Freigelände, die Rekordhöhen erreichten, Feuersbrünste, die sekundenschnell gelöscht wurden, und auch viele Weltpremieren gehörten zu den zahlreichen Highlights.
Die Interschutz 2015 hat nach den Worten des Präsidenten der vfdb, Dirk Aschenbrenner, alle Erwartungen übertroffen. „Das gilt für die reinen Zahlen ebenso wie für die tolle Atmosphäre, von der die Weltleitmesse begleitet war“, sagt Aschenbrenner. „Unser Ziel – die Welt ein Stück sicherer zu gestalten – ist am ‚Einsatzort Zukunft‘ mit der größten Interschutz aller Zeiten hervorragend geglückt.“
Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes e. V. (DFV), hob den Status der Weltleitmesse hervor: „Die Interschutz ist eine grandiose Erfolgsgeschichte. Diese Messe ist keine Verkaufsausstellung im wirklichen Sinne, sondern Feuerwehrkult!“ Kröger betonte außerdem die Bedeutung für die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte: „Von der Messe geht eine große Kraft für das Ehrenamt aus – von Kinderfeuerwehren über Jugendfeuerwehren bis hin zu den Altersabteilungen. Diese wird uns mit großem Elan in die kommenden Jahre führen.“
Diese Begeisterung teilte auch der Präsident des ÖBFV Albert Kern, der die Messewoche für intensive Gespräche mit internationalen Entscheidungsträgern nutzte. Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband war als Kooperationspartner des DFV ebenfalls mit einem Informationsstand vertreten. „Wir konnten in diesen sechs Tagen sehr viel Neues kennenlernen, aber auch unser Wissen und unsere Erfahrungen weitergeben. Viele Menschen waren neugierig, wie das Feuerwehrsystem in Österreich funktioniert. Vor allem das Projekt ‚Gemeinsam.Sicher.Feuerwehr’ ist besonders gut angekommen. Unsere deutschen Kameradinnen und Kameraden stehen vor denselben Herausforderungen wie wir. Die Zusammenarbeit beider Verbände ist wirklich beispielhaft“, fasste Präsident Kern zusammen.

Dritte Europakonferenz abgehalten

Auf dem Weg zu einer ständigen Vertretung der Feuerwehren in den Gremien der Europäischen Union sind Spitzenvertreter der Mitgliedsstaaten einen entscheidenden Schritt vorangekommen. „Wir wollen die Interessen der Feuerwehren den europäischen Gremien gegenüber noch besser vertreten“, erklärten staatliche Vertreter und Verbandspräsidenten im Rahmen der dritten Feuerwehrkonferenz Europa. Die stärkere Koordinierung von länderübergreifenden Themen ist ein weiterer Beschluss der Veranstaltung. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hatte die Feuerwehrkonferenz Europa zur Weltleitmesse Interschutz in Hannover organisiert.

Die Teilnehmer aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich und Ungarn betonten die Grundsätze der Solidarität, der Subsidiarität und der Prävention. Die Notwendigkeit eigener Katastrophenschutzressourcen der EU wird dagegen nicht gesehen.

Ziel ist, die nationalen Feuerwehreinheiten auf ein gemeinsames und flächendeckendes Mindestniveau zu heben. Dabei ist unter Berücksichtigung bestehender Strukturen dem Gedanken der Ehrenamtlichkeit und des bürgerschaftlichen Engagement künftig noch mehr Bedeutung beizumessen. „Nur auf Basis der Freiwilligkeit von mitwirkenden Helfern ist ein schlagkräftiges Hilfeleistungssystem zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger in den Mitgliedsstaaten in kürzester Zeit sicherzustellen“, heißt es in der Schlusserklärung.

DFV-Präsident Kröger verlieh hohe Auszeichnungen an die Präsidenten der Feuerwehrverbände Albert Kern (Österreich), Eric Faure (Frankreich) und Marc Mamer (Luxemburg) sowie den Beauftragten für internationale Beziehungen John Jannsen (Dänemark). Tagungsgast war unter anderem Präsident Kevin D. Quinn vom Verband der Freiwilligen Feuerwehren in den USA.

Umfangreiches Vortragsprogramm

Besuchermagnete im Themenbereich Rettung der Interschutz 2015 waren das Forum Rettung & Katastrophenschutz sowie das Notfallsymposium, die die ganze Bandbreite der Branche abbildeten. Hier trafen sich Fachleute aus Rettungsdienst, Notfallmedizin und Gefahrenabwehr. Der Bereich Feuerwehr überzeugte mit einer Vielzahl an Veranstaltungen, wie dem Ehrenamtskongress „Einsatzort Zukunft“ des Deutschen Feuerwehrverbandes, von dem ein starkes Signal zum Erhalt des Ehrenamtes ausging. Mit kritischen Infrastrukturen befasste sich der Branchentreffpunkt Sicherheit, an dem zahlreiche Experten teilnahmen.

Spektakuläre Vorführungen und Wettbewerbe
Ergänzend zum Ausstellerangebot gab es ein vielseitiges Rahmenprogramm mit Produktpräsentationen, Wettbewerben und Liveshows während der gesamten Messewoche. Bei den spektakulären Vorführungen und den Wettkämpfen um begehrte Auszeichnungen wie „Toughest Firefighter Alive“ und „Bester Höhenretter Deutschlands“ sprang der Funke auf die begeisterten Besucher über. Auch die Feuerwehr-Oldtimer-Ausstellung in Kooperation mit dem Hannoverschen Straßenbahnmuseum e. V. hat dazu beigetragen, dass die Interschutz 2015 zu einem unvergesslichen Gemeinschaftserlebnis wird.
Die nächste Interschutz wird vom 15. bis 20. Juni 2020, zeitgleich mit dem 29. Deutschen Feuerwehrtag in Hannover, ausgerichtet. Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband wird auch dann wieder mit dabei sein.

Quelle: DFV Presseteam

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