Kompetenzzentren

EINSATZTAKTIK (Steiermark)

Geleitwort der Leitung

Unser Leitspruch: Taktik ohne Technik ist hilflos, Technik ohne Taktik ist ziellos. (Gfm Guderian Hein)

Kein Feuerwehreinsatz gleicht den Anderen. Eine falsche Taktik kann im Einsatz enorme Schäden bewirken. Darüber wurden schon unzählige Bücher geschrieben. Daher ist es unerlässlich die für den Feuerwehreinsatz zur Verfügung stehenden Kräfte und Mittel richtig einzusetzen und die Entscheidungen dazu in kürzester Zeit zu treffen. Dazu braucht es ein umfangreiches Hintergrundwissen und passende Werkzeuge diese Fertigkeiten zu trainieren.

Mit einer umfangreichen Infrastruktur für die Ausbildung in der Einsatztaktik, welche auch die unterschiedlichsten Methoden beinhaltet, befasst sich die Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark seit vielen Jahren mit diesem Thema. Ein Netzwerk mit anderen Einsatzorganisationen und Persönlichkeiten zu dieser Thematik ermöglichen einen ständigen Erfahrungsaustausch.

Als ÖBFV-Kompetenzzentrum für „Einsatztaktik“ schaffen wir mit der Traineraus- und Fortbildung einen ständigen Know-How-Transfer mit allen Landesfeuerwehrschulen und –verbänden in ganz Österreich und auch darüber hinaus!

Aufgaben

  • Monitoring und Nutzbarmachung von Lehrbehelfen und Werkzeugen für das Trainerpersonal
  • Aus- und Fortbildung des Trainerpersonals in Österreich
  • Fachliche Beratung und Unterstützung
  • Abgleich mit anderen Einsatzorganisationen
  • Weiterentwicklung des ÖBFV Kompetenzkataloges

Organisation

Leiter des Kompetenzzentrums: OBR DI (FH) Gerhard Grain

Fachausbilder: BI Philip Pichler, BI d. LFV Ing. Andreas Hopfer, OBM Frank Marchel, OBM Jürgen Happer und BM d. LFV Rene Welser

Mehrwert

  • Trainerausbildung auf passenden Niveau
  • Einheitliches Fachwissen am Stand der Technik
  • Nutzung von Synergien

HEISSAUSBILDUNG (Kärnten)

Geleitwort der Leitung

Die Durchführung eines Atemschutz-Innenangriffes zählt zu den kritischsten Einsatzsegmenten der Feuerwehren. Fundiertes Hintergrundwissen zur Einschätzung der Brandphase und der Gefahren sowie die Ableitung sicherer Vorgehensweisen im Innenangriff sind notwendige Grundkompetenzen.

Mit einer modernen Infrastruktur für die Heißausbildung, die unterschiedliche Einsatzsituationen simulieren kann, befasst sich die Landesfeuerwehrschule Kärnten seit mehr als 10 Jahren intensiv mit der Thematik. Nationale und internationale Partnerschaften und die Integration in Experten- und Forschungsnetzwerke ermöglichen ein umfassendes Technologiemonitoring.

Als ÖBFV-Kompetenzzentrum für die „Heißausbildung“ teilen wir diese Erkenntnisse mit allen weiteren Landesfeuerwehrschulen und Landesfeuerwehrverbänden. Eines der wichtigsten Instrumente zum Know-How-Transfer sind die Traineraus- und Fortbildung (Landesfeuerwehrschulen, Betriebs- und Berufsfeuerwehren) und des Trainingspersonals internationaler Partner.

Aufgaben

  • Entwicklung und Ableitung von Standards als Resultat aus Technologiemonitoring und Forschung
  • Aus- und Fortbildung des Trainerpersonals in Österreich
  • Mitwirkung in internationalen Netzwerken (z. B. CFBT, EFSCA)
  • Fachliche Beratung und Unterstützung
  • Weiterentwicklung des ÖBFV-Kompetenzkataloges

Organisation

Leiter des Kompetenzzentrums: OBR Ing. Klaus Tschabuschnig

Fachausbilder: ABI Ing. Bernd Steinlechner MSc., BI Ing. Patrick Smriecnik, BI Sascha Fercher, BM Michael Novak, BM Christoph Petscher

Mehrwert

  • Weiterentwicklung der einschlägigen Thematik in allen Bundesländern Österreichs durch eine einheitliche Trainer-Zertifizierung (und -ausbildung)
  • Gesteuerte Weitergabe von Fachwissen und neuen Erkenntnissen
  • Nutzung von Synergien

KOMMUNIKATION (ÖBFV)

Geleitwort der Leitung

Seit dem Frühjahr 2020 steigt der Stellenwert einer nachhaltigen und qualitätsgesicherten Kommunikation merklich. Die Corona-Krise hat verdeutlicht, wie stark und vor allem rasant eine Veränderung unser Wirken beeinflussen und ein etabliertes System umkrempeln kann. Faktenbasierte Informationen, Handlungsempfehlungen von Experten sowie klare Formulierungen von Bedarfen, Anliegen und Herausforderungen schaffen Sicherheit, Kontinuität und Stabilität. Die Kommunikation mit jeder einzelnen Feuerwehr, aber auch mit externen Schlüsselpartnern, ist nun mehr denn je in all ihren Facetten gefordert und ein relevanter Faktor, der in Zukunft eine noch viel größere Rolle einnehmen wird.

Definierte Ansprechpartner stehen im Kompetenzzentrum Kommunikation zur Verfügung und unterstützen die Kommunikations- und Öffentlichkeitsabteilungen der Landesfeuerwehrverbände sowie der Berufsfeuerwehren bei Bedarf in ihrer Arbeit. Schwerpunkte sind das fachliche Monitoring durch die Beobachtung der gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und medialen Entwicklungen inklusive der Aufbereitung und Weitergabe der daraus resultierenden Auswirkungen auf das Feuerwehrwesen, die Erarbeitung strategischer Kommunikationsmaßnahmen in Abstimmung mit dem ÖBFV und den Landesfeuerwehrverbänden sowie die österreichweite Harmonisierung und Qualitätssicherung für eine nachhaltige Öffentlichkeitsarbeits-Ausbildung.

Aufgaben

  • Harmonisierung der Kommunikation
  • Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (Legal Compliance)
  • Lehrmeinungen evaluieren, entwickeln, initiieren
  • „Train the Trainer“ Ausbildung, evtl. auch durch Multiplikatoren

Organisation

Leiter: BR Andreas Rieger

stlv. Leiter: BR Thomas Meier

ständiger Berater: OBR Raphael Koller

Mitarbeiter: ABI Richard Berger, ABI Mathias Seyfert

Mehrwert

  • definierte Ansprechpartner
  • Identifikation bis ganz nach oben
  • Förderung der Harmonisierung
  • Schonung und Bündelung von Ressourcen
  • nicht jeder muss das „Rad“ neu erfinden

TUNNELEINSATZ (Tirol)

Geleitwort der Leitung

Einsätze, im Speziellen Brandeinsätze, in unterirdischen Verkehrsanlagen stellen die Feuerwehren vor besondere Herausforderungen. Besonderheiten wie beengte Platzverhältnisse, Dunkelheit, reduzierte Möglichkeiten der Rauch- und Wärmeabfuhr uvm. führen bei den Einsatzkräften zu erhöhten physischen und psychischen Belastungen. Führungskräfte stehen vor der Herausforderung ohne „eigenes Bild“ Entscheidungen treffen zu müssen.

Standards bei der Einsatztaktik und einheitliches Vorgehen im Objekt geben den Führungskräften und der Mannschaft die notwendige Sicherheit.

Das Kompetenzzentrum „Tunneleinsatz“ erarbeitet die notwendigen Standards für die Ausbildung der Ausbilder, Trainer, Führungskräfte und Mannschaftsmitglieder. Durch ein europaweites Netzwerk werden auch internationale Vorgehensweisen beobachtet, evaluiert und für die österreichischen Feuerwehrverbände und Feuerwehrschulen aufbereitet.

Aufgaben

  • Ausarbeitung von nationalen Kompetenzprofilen und Ausbildungskonzepten zur Qualifikation von Einsatzkräften
  • Ausbildung der Ausbilder der österr. Feuerwehrschulen, Berufsfeuerwehren und des Tunnel Trainingszentrums (TTZ) in Eisenerz
  • Fachberatung für verschiedene Sachgebiete und Arbeitsgruppen des ÖBFV sowie für das TTZ
  • Nationales und internationales Monitoring von taktischen und technischen Entwicklungen im Bereich Tunneleinsatz
  • Ansprechpartner und Beratungsstelle für Landes-Feuerwehrverbände und -schulen zu Themen des Tunneleinsatzes

Organisation

Leiter des Kompetenzzentrums: OBR DI (FH) Georg Waldhart

Schlüsselpersonal:

Fachliche Leitung: ABI Mst. Ing. Gerhard Schöpf

Fachausbilder: BR Jörg Degenhart, OBI Georg Crepaz, BM Clemens Keller, HLM Lukas Neurauter

Mehrwert

  • Harmonisierung der Einsatztaktik und Ausbildung
  • Geregelter Wissenstransfer
  • Nutzung von Synergien
  • Schaffung und Erhalt eines nationalen und internationalen Netzwerks

WISSENSBASIERTE GEFAHRENABWEHR (Oberösterreich)

Geleitwort der Leitung

Digitalisierung führt zu datengetriebenen Technologien (z.B. Künstlicher Intelligenz) in vielen Lebensbereichen (Smart Home, Industrieanlagen, E-Fahrzeuge…). Das aus den Daten extrahierte Wissen kann in moderner Feuerwehrtechnik (Robotik, Drohnen…) und -taktik zur Gefahrenabwehr verwendet werden. Das Kompetenzzentrum für Wissensbasierte Gefahrenabwehr hat das Ziel die Feuerwehr als Treiber wissenschaftlicher Entwicklung wissensbasierter Technologien zur Gefahrenabwehr zu etablieren – von der Idee bis zum Einsatz!

Aufgaben

  • Wissensmanagement – Vorhandenes Nutzen & offene Themen identifizieren
  • Nationale und internationale Vernetzung von Universitäten, staatlichen und privaten Organisationen, sowie Firmen mit dem Feuerwehrwesen
  • Monitoring und Nutzbarmachung neuer Technologien und Trends
  • Verbindung zu thematisch relevanten Communities und Stakeholdern außerhalb des Feuerwehrwesens

Organisation

Leitung: Feuerwehrpräsident Robert Mayer, MSc

Operative Koordination: BI Dipl. Ing. Gerald Czech

Mehrwert

  • Nutzbarkeit von vorhandenem Feuerwehrwissen erhöhen
  • Kooperation und effektive Zusammenarbeit bei Forschungsthemen
  • Den Kontakt zur Feuerwehr für forschende Feuerwehrleute in Studium und Job aufrecht zu erhalten
  • Forschende Feuerwehrleute bei ihren Arbeiten aktiv zu unterstützen und vernetzen
  • Forschungsergebnisse für Feuerwehr nutzbar machen
  • Feuerwehr als (mit-)gestaltende Kraft in Forschung und Entwicklung

AUSBILDUNGSLEHRE (Niederösterreich)

Geleitwort der Leitung

Die Grundvoraussetzung für eine gute Ausbildung ist die Kommunikation mit seinem Gegenüber. Hierzu ist es wichtig, neben den Grundkenntnissen auch detailliertere Informationen über die Kommunikationswege und dem daraus resultierenden Verhaltensmuster zu erhalten. In der Ausbildungslehre wird die Kenntnis in den Bereichen der Pädagogik, Didaktik und Medienkompetenz vermittelt.

Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung zum / zur Feuerwehrausbilder/in ist der Gesprächsführung (Konfliktgespräch, Mitarbeitergespräch und Argumentationstechniken) gewidmet.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Selbstreflexion und dem Geben von Rückmeldungen (Feedback) gelegt.

Darüber hinaus soll der Teilnehmende gruppendynamische Prozesse mit eigenen Worten erläutern und die Bedeutung für die Leitung von Gruppen darstellen können.

Neben verschiedenen Kommunikationsmodellen und konstruktivem Feedback, werden auch Eskalationsmodelle und Konfliktmanagement näher beleuchtet. Dies soll den Ausbildern helfen, um die Lehrinhalte an die Feuerwehrmitglieder verständlicher vermitteln zu können.

Aufgaben

  • österreichweit gleiche Ausbildung der Ausbilder/innen der Landesfeuerwehrschulen bzw. Landesfeuerwehrverbände
  • nationale Vernetzung und Erfahrungsaustausch
  • Wissensmanagement
  • fachliche Beratung und Unterstützung

Organisation

  • Leitung: BFR Thomas Docekal, MSc
  • Fachausbilder: BI Michael Harold, MSc, BI Ing. Patrick Schrefl

Mehrwert

  • Harmonisierung der Ausbildung
  • einheitliches Fachwissen
  • Schaffung eines nationalen Netzwerks
  • Kennenlernen von verschiedenen Ausbildungsmethoden