Ausstellungseröffnung am Heldenplatz zum Schwerpunktjahr Ehrenamt

Wien (PK) – Eine künstlerisch gestaltete, öffentlich zugängliche Ausstellung zum Thema „Ehrenamt 2021“ am Wiener Heldenplatz eröffnete heute Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka gemeinsam mit Bundesratspräsident Christian Buchmann und Zweiter Nationalratspräsidentin Doris Bures sowie mit den EhrenamtssprecherInnen der Parlamentsfraktionen. Die Freiwilligenarbeit ist für Österreichs Gesellschaft wichtiger denn je. Das Parlament widmet dem Thema „Ehrenamt“ heuer einen Jahresschwerpunkt.

Ansprache Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP). Im Hintergrund von links: Nationalratsabgeordneter Yannick Shetty (NEOS) , Nationalratsabgeordnete Rosa Ecker (FPÖ), Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger (ÖVP), Nationalratsabgeordnete Elisabeth Feichtinger (SPÖ), Bundesratspräsident Christian Buchmann (ÖVP), Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), Armin Kulovits Parlamentsdirektion

Sobotka: Österreich Vorreiter für ehrenamtliches Engagement in Europa

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka betonte in seiner Ansprache, dass ehrenamtlich aktive Menschen die „Seele unserer Gesellschaft“ seien und diese zusammenhielten. Österreich sei mit seinem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement Vorreiter in Europa. Sobotka hob die hohe Beteiligung der Bevölkerung in den verschiedenen gemeinnützigen Bereichen hervor. Man könne darauf stolz sein und müsse dieses Engagement als Zeichen des Danks vor den Vorhang holen. „Nach der COVID-19-Pandemie ist es Aufgabe und Herausforderung der Politik, die Menschen zu motivieren, ihr ehrenamtliches Engagement wieder aufzunehmen. Wir müssen das Bewusstsein dafür stärken, dass das Ehrenamt für unsere Gesellschaft etwas Unverzichtbares ist. Es zeichnet einen Menschen aus, eine Arbeit aus einer Haltung heraus zu machen und für andere da zu sein“, erklärte der Nationalratspräsident. Dazu bedürfe es dementsprechender Impulse.

Bures: Kraft und Solidarität in Krisenzeiten

Besonders in Krisenzeiten beweise eine Gesellschaft Kraft und Solidarität, unterstrich Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures und verwies auf die Rolle der freiwilligen Helferinnen und Helfer während der vergangenen Monate. Ohne das ehrenamtliche Engagement wären die Aufgaben während der Pandemie kaum zu bewältigen gewesen. Österreich könne daher stolz sein auf den Zusammenhalt der Menschen und deren Solidarität untereinander.

Buchmann: Ehrenamtlich tätige Menschen seien Bindemittel der Gesellschaft

Ohne ehrenamtlich tätige Menschen wäre die Gesellschaft wesentlich ärmer, hob Bundesratspräsident Christian Buchmann hervor. Er bedankte sich bei allen Freiwilligen, da sie ein Bindemittel für unsere Gesellschaft seien. Es gelte, den Heldinnen und Helden in Zeiten der Pandemie Dank und Anerkennung zu zollen.

EhrenamtssprecherInnen: Forderungen und Anerkennung für Ehrenamt

Die EhrenamtssprecherInnen der Parlamentsfraktionen unterstrichen die Vielfältigkeit des Ehrenamts in Österreich. Andreas Hanger (ÖVP) zeigte sich vom breiten Engagement der 3,5 Millionen ehrenamtlich tätigen Menschen in Österreich beeindruckt. Dies sei ein „unglaublicher Wert für unsere Gesellschaft“. Es gelte für die Politik, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die gesellschaftliche Beteiligung funktioniere und sich das Ehrenamt weiterentwickeln könne.

Elisabeth Feichtinger (SPÖ)betonte die Bedeutung des Ehrenamts in der Pandemie. Ob in den Test- und Impfstraßen oder in der Nachbarschaftshilfe – an vielen Orten waren ehrenamtlich tätige Menschen engagiert. Im Sinne einer Anerkennung dieses Engagements sollte Sonderurlaub für ehrenamtliches Engagement eingeführt und den Pensionen angerechnet werden.

Rosa Ecker (FPÖ) appellierte an die Politik, den gemeinnützigen Bereich nach den Krisenmonaten zu unterstützen. Viele Einrichtungen hätten in den vergangenen Monaten aufgrund wegfallender Aktivitäten, etwa von Vereinsfesten, einen Einnahmenausfall erlitten und gleichzeitig zusätzliche Aufgaben im Kriseneinsatz erfüllt. Maßnahmen, wie eine Refundierung der Mehrwertsteuer beim Kauf von Einsatzgeräten der Blaulichtorganisationen, wären daher zu setzen.

Yannick Shetty (NEOS)zeigte sich ebenfalls erfreut über das vielfältige Engagement der 3,5 Millionen ehrenamtlich tätigen Österreicherinnen und Österreicher. Sie würden Aufgaben erfüllen, die der Staat nicht zur Gänze erfüllen könne. Dies stelle einen unschätzbaren Wert dar.

Blick auf die Ausstellung

Künstlerische Installation „Ehrenamt 2021“ am Heldenplatz

Die Ausstellung und künstlerische Installation „Ehrenamt 2021“ des österreichischen Parlaments zeigt Menschen aus den unterschiedlichsten Organisationen und Bereichen, die sich in Österreich ehrenamtlich engagieren. Elf Säulen und Stelen wurden dazu künstlerisch gestaltet. Die Ausstellung am Wiener Heldenplatz ist öffentlich zugänglich und ist bis Jahresende eingerichtet.

Schwerpunktjahr #ehrenamt2021

Das Parlament widmet jedes Jahr einem gesellschaftlich oder historisch wichtigen Thema. Nach „Fundamente – Meilensteine der Republik“ 2020 und 100 Jahre Frauenwahlrecht 2019 steht 2021 das ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt. Dazu wird es im Laufe des Jahres ein breites Programm an Aktivitäten geben.

Im Juni werden in einer Podiumsdiskussion gesellschaftspolitische Aspekte zum Thema Ehrenamt beleuchtet. Ein Symposium im Oktober wird den Status quo und mögliche Perspektiven thematisieren. Den Abschluss des Schwerpunktjahres wird es rund um den Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember geben.

Mehr zum Jahresschwerpunkt #ehrenamt2021 ab sofort und laufend unter www.parlament.gv.at/EHRENAMT.

Fotos: Parlamentsdirektion / Thomas Topf

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