Fachtagung des SG 1.5 „Historische Großbrände in Österreich“

Unter der Leitung von Ehren-Oberbrandrat Johann Sallaberger tagten 28 Feuerwehrgeschichte-Sachbearbeiter aus den Landesfeuerwehrverbänden Österreichs im Rahmen der Rettermesse in Wels.
ÖBFV-Vizepräsident Ing. Franz Humer hieß die Teilnehmer im Seminarraum London in der Europahalle willkommen.  An der Fachtagung zum Thema „Historische Großbrände in Österreich“ teilgenommen hat auch Mag. Doris Warlitsch vom Bundesministerium für Inneres. Sie hat im Buch „KZ-Gedenkstätte Mauthausen Memorial 2011“ den Beitrag „Die (Lager-) Feuerwehr im Konzentrationslager Mauthausen – zwischen Widerstand und Kollaboration“ verfasst.
Geschichte perfekt aufgearbeitet
Ehren-Bundesfeuerwehrrat Dr. Alfred Zeilmayr aus Wels referierte über den Schafbergbrand 1947, der Kustos des Wiener Feuerwehrmuseums und Landessachbearbeiter BI Heinrich Krenn berichtete über den Ringtheaterbrand 1881 und ABI d.V. Mag. Max Aufischer (Sachbearbeiter Feuerwehrgeschichte im LFV Steiermark) informierte über den Brand des Grazer Schauspielhauses 1823.
Es muss erst etwas passieren,  …
„Die Aufarbeitung der Historie ist ein wesentliches Werkzeug unserer Kultur. Aus der Geschichte lernen, Erkenntnisse ziehen und neue Maßnahmen ableiten ist auch für die Feuerwehr ein Erfolgsfaktor. Großbrände lösten nicht nur oft die Anpassung von Gesetzen und die Erstellung neuer Richtlinien aus, sondern auch die Taktik und Technik der Feuerwehr wurde und wird laufend angepasst. Der Spruch: „Es muss erst etwas passieren, dass …“ gilt für alle Systeme. Es ist daher umso wichtiger, dass sich das Sachgebiet Feuerwehrgeschichte heuer im Rahmen der RETTER 2012 mit dem Thema „Großbrände in Österreich“ auseinandersetzt. Es können nicht oft genug die verheerenden Auswirkungen dieser legendären Brände aufgezeigt werden. Denn auch wenn die Jahreszahlen oft aus früheren Jahrhunderten sind, kann man nicht oft genug vor aktuellen Fehlern warnen“. Dies schrieben ÖBFV-Vizepräsident Branddirektor Ing. Franz Humer und der Leiter des ÖBFV-Referates 1 Bundesfeuerwehrrat Ing. Eduard Kammerer in ihrem Geleitwort in dem von ÖBFV-Sachgebietsleiter 1.5 EOBR Johann Sallaberger aufgelegten Tagungsband.
Wie die Feuerwehren mobil wurden
Unter dem Motto „Wie die Feuerwehren mobil wurden“ konnten die Tagungsteilnehmer bei einer Vorführung im Messegelände Feuerwehrgeschichte hautnah miterleben. Anschließend wurde das im Besitz der Feuerwehr der Stadt Wien befindliche Elektrofahrzeug, Baujahr 1902, von den Jurymitgliedern Ingo Valentini und Dr. Alfred Zeilmayr im Beisen des nationalen Kommissionsmitglieds Johann Sallaberger nach den Richtlinien des CTIF klassifiziert. Es wurde in Klasse 1 eingestuft und die damit verbundene Goldplakette zuerkannt.
Text und Bilder: Erwin Summerauer

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