Neuer ÖFKAD-Lehrgang „Lerndesign“: Weiterentwicklung der Trainer soll Schlagkraft stärken
Der neue Lehrgang „Lerndesign“ der Österreichischen Feuerwehr- und Katastrophenschutzakademie (ÖFKAD) verfolgt ein zentrales Ziel: die zusätzliche Professionalisierung und Erweiterung der Fähigkeiten von Ausbilderinnen und Ausbildern der Landesfeuerwehrschulen soll dazu beitragen, noch bessere, zielgerichtetere und handlungsorientiertere Lehrveranstaltungen zu entwickeln und dadurch im weiteren „Hebel“ die Schlagkraft der österreichischen Feuerwehren auszubauen.
Text: BFR Ing. Klaus Tschabuschnig, Leiter des Referates 5 „Einsatz und Ausbildung“
Mit der Pädagogischen Hochschule Kärnten konnte ein äußerst kompetenter und für dieses Thema relevanter Kooperationspartner gefunden werden. Durch die Zusammenarbeit mit drei engagierten Professoren, die ihr didaktisches Fachwissen zielgruppenorientiert einbringen, ist es möglich, den gesamten Prozess des Lerndesigns – von der Bedarfsanalyse, über die Zieldefinition bis hin zur methodischen Umsetzung – wie einen „roten Faden“ fundiert zu gestalten.
Lerndesign beginnt damit, das Hintergrundwissen zu Lehr- und Lernmodellen, das im ÖFKAD-Lehrgang geschärft und ausgebaut wird, anzuwenden, um darauf aufbauend das Umfeld der Feuerwehrausbildung zu analysieren („Ecosystem-Analyse“). Unter Einbeziehung des Kompetenzkataloges des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes entsteht so ein strukturiertes Bild, wie Ausbildungen aufeinander abgestimmt, vor allem aber auch zielgruppen- und handlungsorientiert gestaltet werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der lernergebnisorientierten Planung: Lehr- und Lernziele werden klar entlang von Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen definiert und an nationalen wie europäischen Standards ausgerichtet (Nationaler Qualifikationsrahmen). Darauf basierend und unter Rücksichtnahme auf das Umfeld (Ecosystem) erstellen die Ausbilder konkrete Lerndesigns für Lehrveranstaltungen – vom Ausbildungsbedarf über den Lehrplan bis hin zu einzelnen Übungen und Unterrichtseinheiten.
Praktische Umsetzung und Kreativität spielen ebenso eine zentrale Rolle: Die Teilnehmenden entwickeln passende Methoden, nutzen audiovisuelle Medien und arbeiten in Gruppen an Projekten, die direkt in die Ausbildungspraxis übernommen werden können. So werden Lerninhalte greifbar, abwechslungsreich und nachhaltig vermittelt.
Bei der ersten Durchführung der Lehrveranstaltung von 1. bis 3. Dezember 2025 nahmen neun Trainerinnen und Trainer aus fünf Bundesländern teil. Bereits hier wurde sichtbar, wie wertvoll der Austausch, vor allem aber die fachliche Weiterentwicklung über Bundesländergrenzen hinweg ist und wie ein gemeinsames Qualitätsverständnis die Ausbildung stärkt.
Insgesamt befähigt „Lerndesign“ die Ausbilderinnen und Ausbilder professionelle Gestalter von Lernprozessen zu sein, die Ausbildung qualitativ zu verbessern und die Feuerwehren langfristig optimal und noch besser auf Einsätze vorzubereiten.
Foto: Landesfeuerwehrschule Kärnten








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