Messe „Retter 2014“ in Wels – Drei Tage ganz im Zeichen der Einsatzorganisationen

Alle zwei Jahre treffen sämtliche Einsatzorganisationen aus Österreich und weiten Teilen Europas, sowie Fachaussteller und tausende begeisterte Besucherinnen und Besucher auf der Messe „Retter 2014“ in Wels zusammen.

Eindrucksvoll zeigt sich die geballte Kraft an Hilfsorganisationen, sie präsentieren sich selbst, ihr Aufgabenbereiche und Fahrzeuge. Die Aussteller von Bekleidungsausstattern, Ausrüstungsherstellen bis hin zu diversen Fachmedien führen die neuesten Innovationen vor und begeistern das Publikum mit interessanten Vorträgen und Symposien.
Bei der Eröffnungsfeier am 25. September 2014 waren auch hohe Repräsentanten des österreichischen Feuerwehrwesens anwesend. Präsident des ÖBFV Albert Kern ging bei dieser Gelegenheit auf die am 4. Oktober 2014 stattfindende erste nationale Katastrophenschutzübung „Ennstal 2014“ im Großraum Liezen ein und erläuterte einmal mehr die hohe Kompetenz der österreichischen Feuerwehren auf diesem Sektor. „Hausherr“ Vizepräsident des ÖBFV und Branddirektor von Wels, Ing. Franz Humer, ging auf die harmonisierte Ausbildung der Feuerwehren in Österreich ein. „Nur durch eine einheitliche und zertifizierte Ausbildung innerhalb unserer Einsatzorganisation kann das System Feuerwehr langfristig erfolgreich sein“, so der Tenor. Doch auch der Selbstschutz der Bevölkerung ist ein wesentliches Thema, das an Bedeutung gewinnt. Der oberösterreichische Landesfeuerwehrkommandant LBD Dr. Wolfgang Kronsteiner ging auf ein zukunftsweisendes Projekt ein: „Gemeinsam. Sicher. Feuerwehr.“ Hier widmen sich die Feuerwehren den jüngsten Mitbürgerinnen und Mitbürgern in den Kindergärten und Schulen. Das Motto: Prävention und Bewusstseinsbildung als Garant für eine sichere Zukunft. Dieses Projekt startet nun ausgehend von Oberösterreich auch in den anderen Bundesländern.
Nach einem ersten Rundgang der Ehrengäste, allen voran der für die oberösterreichischen Feuerwehren zuständige Landesrat Max Hiegelsberger, startete der Reigen an interessanten Vorträgen. Den Beginn machte gleich der Österreichische Bundesfeuerwehrverband in Kooperation mit der Zeitschrift „Die Österreichische Feuerwehr“. Präsident Albert Kern stellte in einer Keynote die erste nationale Katastrophenschutzübung mit bis zu 1.500 Feuerwehrmitgliedern aller neun Bundesländer am 3. und 4. Oktober 2014 vor. Danach folgte eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde, der „Feuerwehr-Talk“. Vizepräsident des ÖBFV Armin Blutsch, der oberösterreichische Landesfeuerwehrkommandant Dr. Wolfgang Kronsteiner sowie der salzburger Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter nahmen neben Mag. Robert Stocker MBA, Leiter der Abteilung II/13 – Einsatz-, Krisen und Katastrophenkoordination im Bundesministerium für Inneres Platz. Verstärkt wurde diese Runde zusätzlich durch BR Michael Hutterer (OÖ) und BM Robert Pölz (NÖ), die in den vergangenen beiden Jahren im Katastropheneinsatz gestanden sind.
Die Argumente der Runde waren stark und eindeutig: „Die Feuerwehr ist Katastrophenschützer Nr.1“. Neben den Abläufen und Mechanismen auf internationaler Ebene zur Aktivierung der österreichischen Einheiten für den Auslandseinsatz waren auch die Erzählungen der beiden Einsatzleiter besonders spannend. Besonders einprägsam waren unter anderem die Schlussworte von LBD Leo Winter: „Wer außer uns soll es denn machen?“

Das interessierte Fachpublikum nutzte auch die Gelegenheit, die Tagung „Hochwasser Risikomanagement“ sowie diverse Symposien im Europacenter, wo beispielsweise auch Vizepräsident d. ÖBFV Ing. Franz Humer über zielgruppenorientierte Aus- und Weiterbildung der Feuerwehren referierte, zu besuchen.
Neben vielen Fachgesprächen am Messestand des ÖBFV in Kooperation mit „Die Österreichische Feuerwehr“ war vor allem Gelegenheit, viele Menschen kennen zu lernen, die ihre Freizeit dem Schutz der Mitmenschen widmen. Zahlreiche Geschichten, Erlebnisse und Erfahrungen konnten ausgetauscht werden, während interessante Projekte und Produkte bestaunt und getestet wurden.

Fotos: Rieger/ÖBFV

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