Vorbereitungen zur „ENNSTAL 2014“ in vollem Gange!

Österreichs Feuerwehren zählen rund 340.000 Mitglieder in ihren Reihen. Männer und Frauen. Tief verwurzelt in der Ortsgemeinschaft, im Gemeindeleben. „Keine Helden, sondern ganz normale Menschen wie Du und ich“ erklärt Bundesfeuerwehr-Präsident Albert Kern.
„Gerade nach Wetterextremen oder bei Katastropheneinsätzen zeigt sich immer wieder“, so Kern, „wie wichtig und wertvoll die HelferInnen der Feuerwehren sind. Denn, um Schadenslagen von großer Dimension zu begegnen, braucht man viele Helfer mit guter Ausbildung und auch eine gute, der Situation entsprechende Ausrüstung. Vor allem aber eine gute Koordination“.
Diese gute Koordination wird auch gebraucht, wenn sich rund 1.500 Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen aus ganz Österreich – erstmals gemeinsam – zu einer großen Katastrophenhilfsdienst-Übung im obersteirischen Ennstal vom 3. bis 4. Oktober 2014 treffen.
Als Übungsannahme dient eine lang anhaltende Dürreperiode, die durch intensive Niederschläge in Verbindung mit orkanartigen Windböen und eingelagerten Gewittern binnen kürzester Zeit beendet wird. Das Wetterextrem führt zu Überschwemmungen, Waldbrand durch Blitzschlag und weiteren Schadensereignissen. Resultierend aus diesem Lagebild entwickeln sich für die Hilfseinheiten zusätzliche Einsatzsituationen, die von den ÜbungsteilnehmerInnen bewältigt werden müssen.

Feuerwehren sind Katastrophenschützer Nr.1!
Die Feuerwehren Österreichs waren und sind die Katastrophenschützer Nr. 1 der Nation und stets als erste an Ort und Stelle wo die Not am größten ist. Um die Professionalität im Feuerwehrwesen weiter zu entwickeln und um von- und miteinander zu lernen, werden vom 3. bis 4. Oktober 2014 – über die Organisation des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes – rund 1.500 Feuerwehrmitglieder aus allen neun Bundesländern im Großraum Liezen (Steiermark) zur Übung erwartet.
So soll die ENNSTAL 2014 dazu beitragen, in der öffentlichen Wahrnehmung das vielseitige und flexible Katastrophenhilfsdienst–Netzwerk der Österreichischen Feuerwehren eindrucksvoll ins Bewusstsein zu rücken. So zeigen die unglaublich umfangreichen und vielfältigen Ressourcen der „Florianis“ einmal mehr, dass Österreich eines der besten und effektivsten Sicherheitssysteme im europäischen Raum bietet.  Auch dadurch sind sowohl Lebensqualität als auch das Sicherheitsgefühl in den neun Bundesländern besonders hoch ausgeprägt.
Warum „Ennstal 2014“?
Rund 1.500 Mitglieder von Feuerwehren aus den Bundesländern verdeutlichen den einmaligen Aspekt der Katastrophenhilfe durch Feuerwehren bei der ENNSTAL 2014 und üben in dieser Form erstmals gemeinsam. Dabei stehen Aspekte wie die Logistik oder das Führen bzw. das Zusammenspiel von einer Vielzahl an Einheiten im Fokus der Überlegungen – sowohl von der Übungs- wie auch von der Einsatzleitung. So ist es für Präsident Kern eine zentrale Überlegung „die Großübung auf die Koordination der Einsatzkräfte wie auch auf die Arbeit der strategischen Entscheidungsebenen, im Besonderen die Stabs- und Führungsarbeit, auszurichten“.
Für den Österreichischen Bundesfeuerwehrverband ist in diesem Zusammenhang jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer der Großübung willkommen und wichtig. Analog zu klassischer Feuerwehreinsatztätigkeit, wo jedes Feuerwehrmitglied an den unterschiedlichsten Positionen seine Aufgaben zu erfüllen hat, soll das auch bei der ENNSTAL 2014 so sein. Neben der Bewältigung der mehr oder minder fordernden Übungsaufgaben durch die teilnehmenden Feuerwehrkräfte geht es den Verantwortlichen auch darum, die Kompatibilität und die Zusammenarbeit der verschiedenen Bundesländer im Katastrophenfall zu beüben.

Die Österreichischen Feuerwehren werden daher bei der „ENNSTAL 2014“ nicht nur ihr professionelles Handwerk demonstrieren, sondern leben bei der Übung auch das, was im Katastrophenfall so wesentlich ist: Solidarität, Kameradschaft, Flexibilität, Ausdauer und gegenseitige Hilfe.

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