Auszeichnung im Staatspreis Unternehmensqualität für die Landesfeuerwehrschule Kärnten

Die Landesfeuerwehrschule Kärnten wurde am Mittwoch, den 15. September 2021 im Rahmen der Gala zum Staatspreis Unternehmensqualität 2021 mit dem Sonderpreis für „Exzellente Digitalisierungsinitiativen“ vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und „Quality Austria“ ausgezeichnet. Mit diesem Preis wurde die konsequente und langjährige Auseinandersetzung mit dem Thema „Unternehmensqualität“ gewürdigt.

Auszeichnung für die Kärntner Feuerwehren

Diese Auszeichnung wurde stellvertretend für die Leistungen und das Engagement in der Ausbildung der Kärntner Feuerwehren, die jährlich über 20.000 Einsätze absolvieren, entgegengenommen. Schließlich ist die Sicherstellung dieser professionellen und umfassenden Hilfe für die Bevölkerung dem ungebrochenen Aus- und Fortbildungswillen der Feuerwehrmitglieder geschuldet, dem auch die Corona-Pandemie keinen Abbruch tun konnte. Und ohne dieses Engagement, gäbe es auch keine Auszeichnung für die Landesfeuerwehrschule.

Die zunehmenden Einsatzanforderungen, die Steigerung der Komplexität oder die immer häufiger werdenden Katastropheneinsätze nach Elementarereignissen oder Waldbränden, machen eine tiefgründige und ständige Auseinandersetzung mit dem Thema „Aus- und Weiterbildung“ unumgänglich. Das einzelne Feuerwehrmitglied und dessen individuelle Bedürfnisse zum Kompetenzausbau sind dabei zentral. Die Weiterentwicklung von Produkten, Inhalten und Vorgehensweisen sind ebenso wichtig, wie die enge Vernetzung mit anderen Landesfeuerwehrschulen, Partnern oder Institutionen. Kompetente, engagierte und für die Sache und eine gemeinsame Kultur „brennende“ Mitarbeiter*innen sind dafür verantwortlich, dass die Landesfeuerwehrschule ihre Rolle als „Drehscheibe“ zwischen Bedarf, Technologie, Innovation und Kooperationen einnimmt und ausbaut, mit dem Ziel, den Kärntner Feuerwehren auch in Zukunft praxistaugliche und vorausschauende Programme anbieten zu können.

Ständiges und umfassendes Lernen

Das Thema „Unternehmensqualität“, welches im Rahmen der Bewerbung zum Staatspreis nach dem EFQM-Modell durch ein dreiköpfiges Assessoren-Team unter „die Lupe“ genommen wird, dient dazu, die Beiträge der Landesfeuerwehrschule zum Feuerwehrwesen zu verbessern, auszubauen und mittels strategierelevanter Ergebnisse ständig zu bewerten und aus diesen zu lernen. Dabei spielt beispielsweise der Eindruck der Teilnehmer*innen zu deren Kompetenzzuwachs eine ebenso wichtige Rolle, wie Rückmeldungen von Feuerwehrfunktionären oder der Feuerwehrjugend. Dieses Feedback mündet in Verbesserungsmaßnahmen neben dem Umstand, dass es ein großes Anliegen ist, allgemeine Themenbereiche wie Regionalität, Gesundheit oder Klimaschutz proaktiv anzusprechen und durch die Schule zu „multiplizieren“. Dadurch soll u. a. der so entstehende gesellschaftliche Mehrwert durch Feuerwehrausbildung in Zukunft transparenter dargestellt werden.

Nachhaltige Technologien – aktuell und in Zukunft

Konkret wurde der Preis, neben der Finalisten-Auszeichnung und „Recognized for Exzellence 6*“, für Digitalisierungsinitiativen überreicht. Während der Lock-Down-Phasen konnten neue Technologien zur Wissensvermittlung und Fortbildung getestet und eingeführt werden, vor allem aber auch bereits in die Wege geleitete Initiativen, wie z. B. die Lernplattform oder blended-Learning-Formate wie der e-Gruppenkommandanten-Lehrgang, rasch in die Tat umgesetzt werden. Diese Technologien sind nachhaltig und ein fixer Bestandteil im Aus- und Fortbildungsprogramm der Landesfeuerwehrschule – aktuell und in Zukunft.

Die Landesfeuerwehrschule Kärnten nimmt diese Auszeichnung als Auftrag dazu entgegen, auch künftig alles zu versuchen, die Kärntner Feuerwehren zu servicieren, aus- und fortzubilden und zu beraten, damit diese ihre weitreichenden Aufgaben, gerade vor dem Hintergrund des Ehrenamtes, weiterhin so professionell und schlagkräftig bewerkstelligen können.

Wir gratulieren an dieser Stelle auch sehr herzlich allen weiteren Kärntner Preisträgern und Finalisten: flex Althofen, dem WIFI Kärnten und dem AMS Kärnten und bedanken uns für die tolle Zusammenarbeit.

Begründung der Jury zur Auszeichnung:

„Mit Euphorie und Leidenschaft nimmt die Landesfeuerwehrschule Kärnten eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahr, die auch in der Krise durch eine exzellente Digitalisierungsinitiative beeindruckend vertieft wurde.

Diese proaktive Vorgehensweise zeigt sich auch in der raschen Umsetzung von e-learning Angeboten während des Lockdowns. Die Angebote wurden prototypisch bereits vorher in Kooperation mit der FH Kärnten entwickelt. So konnte der Lehrbetrieb ohne große Einbußen fortgesetzt werden.

Im Sinne des EFQM Modells zeigt sich die konsequente Beschäftigung mit der Unternehmenskultur in einem offenen unterstützenden Umgang miteinander, dem engen Zusammenhalt bei der Bearbeitung von gemeinsam festgelegten Zielsetzungen und im Rahmen des regelmäßig gepflegten (auch) informellen Informationsaustausches.“

Mitglieder der Jury:

  • -Prof. Dr. Gerhard Speckbacher, Wirtschaftsuniversität Wien, Sprecher der Jury
  • DI (FH) Oliver Heinrich, Präsident AFQM, Infineon Technologies AG
  • Sabine Kern, VAMED-KMB
  • Peter Koren, Industriellenvereinigung
  • Erfried Taurer, CEO Constantia Industries
  • Sektionschefin Mag. Maria Ulmer, Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort
  • Franz-Peter Walder, Geschäftsführender Vorstand der AFQM

 

Text: BI Ing. Patrick SMRIECNIK, Qualitätsbeauftragter der Landesfeuerwehrschule

Foto: Anna Rauchenberger

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