Vom ersten Streifen zur Ehrung – 25 Jahre Feuerwehr-Jugendarbeit

Im vergangenen Jahr konnte die Feuerwehrjugend Wien einen Aufnahmerekord von 24 neuen Mitgliedern verzeichnen. Was begeistert junge Menschen – abgesehen vom ewigen Bubentraum, Feuerwehrmann zu werden – an dieser Freizeitbeschäftigung? Raphael, 12 Jahre: „Es macht mir riesigen Spaß, bei der Jugendfeuerwehr zu sein. Wir lernen so viele wichtige Sachen, und das Coolste dabei ist, dass wir mit den richtigen Geräten und Fahrzeugen üben dürfen.“

Nun sitzen sie stolz im Publikum  – die ganz jungen Feuerwehrfrauen und -männer Wiens. Einige von ihnen werden in Kürze ihren ersten Streifen am Ärmel ihrer Uniform befestigen dürfen. Zuvor wohnen sie noch der Ehrung zwei ihrer Ausbildner bei.

25 Jahre Jugendarbeit im Sinne des Wiener Landesfeuerwehrverbandes – dafür wurden zwei engagierte Mitglieder des Wiener Katastrophenhilfsdienstes (KHD) von Landtagspräsident Prof. Harry Kopietz gestern im Rahmen des Neujahrsempfangs ausgezeichnet. Mit sichtlicher Freude überreichte Kopietz das Ehrenzeichen für 25-jährige Tätigkeit im Feuerwehr- und Rettungswesen an Feuerwehrtechniker DI Dr. Michael FUCHS, MBA, und Brandmeister Erwin LANGER, beide Angehörige des Wiener Landesfeuerwehrverbandes – Feuerwehrjugend und Katastrophenhilfsdienst. Kopietz selbst war seit 1970 Mitglied bei der Wiener Berufsfeuerwehr und ist Mitglied im Wiener Landesfeuerwehrverband. „Diese Auszeichnung ist ein sichtbares Dankeschön der Stadt Wien für Ihr unermüdliches ehrenamtliches Engagement, das nicht zuletzt der Sicherheit aller Wienerinnen und Wiener zu Gute kommt,“ so Kopietz.

Die Wiener Feuerwehrjugend und der Katastrophenhilfsdienst (KHD)

Die Geschichte der Feuerwehrjugend begann 1986. Ausschlaggebend war die Begegnung zwischen dem damals amtierenden Landeshauptmann und Bürgermeister Wiens, Dr. Helmut Zilk, und einem Jugendlichen in Feuerwehruniform. Dessen Erzählungen überzeugten den Landeshauptmann von der Notwendigkeit einer Feuerwehrjugend in Wien. Noch am selben Tag ging die mündliche Weisung, eine entsprechende Maßnahme zu veranlassen, an Harry Kopietz.

Trotz anfänglicher Skepsis arbeitete die Feuerwehrdirektion an einer für alle akzeptable Umsetzung des Auftrages. Für die politische Führung des Landes Wien war die Feuerwehrjugend Teil eines Jugendprogramms. Das Kennenlernen des Feuerwehrwesens, die individuelle Förderung und teamfähiges Handeln sind nach wie vor das Ziel der Feuerwehrjugend. Die Jugendlichen sollen befähigt werden, in Gefahrensituationen richtig und couragiert zu reagieren.

Aus der Feuerwehrjugend ist der Katastrophenhilfsdienst (KHD) für die „erwachsen gewordenen Jugendlichen“ hervorgegangen, der – ähnlich einer freiwilligen Feuerwehr – der Wiener Berufsfeuerwehr assistieren kann, auch bei Einsätzen in anderen (Bundes-)Ländern.

Präsident der Wiener Feuerwehrjugend und des Katastrophenhilfsdienstes ist Landtagspräsident Landesfeuerwehrrat Prof. Harry Kopietz.

Die Wiener Feuerwehrjugend und der Katastrophenhilfsdienst (KHD) im Internet: www.wlfv-khd.at

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