Brand des Ringtheaters am 8. Dezember 1881 jährt sich zum 135. Mal

Nach Brandkatastrophe wurden Sicherheitsvorschriften massiv verschärft

Eine defekte Gasbeleuchtung auf der Bühne des Ringtheaters – dort, wo heute das Gebäude der Bundespolizeidirektion Wien am Schottenring steht – war der Auslöser für den verheerenden Brand am Abend des 8.Dezember 1881. Eine Reihe verhängnisvoller Fehler, damals noch unzureichender Sicherheitsmaßnahmen und menschliches Versagen kosteten je nach Quelle zwischen 386 und 896 Personen das Leben.

Der Brand war Anlass, die Sicherheitsvorkehrungen in Theatern und großen Veranstaltungsstätten neu zu regeln – österreichweit und vermutlich sogar europaweit: so wurde damals eine Notbeleuchtung, nach außen aufgehende Türen, ein „Eiserner Vorhang“ zwischen Bühne und Zuschauerraum, automatisch hochklappende Sitzflächen u.v.m. vorgeschrieben. Auch wurde am Tag nach dem Brand der Vorläufer der Berufsrettung Wien gegründet.

Zahlreiche Gegenstände und Bilder im Zusammenhang mit dem Brand des Ringtheaters befinden sich noch heute im Archiv des Feuerwehrmuseums Wien neben der Zentrale der Berufsfeuerwehr Wien Am Hof.

Feuerwehrmuseum Wien:
www.wien.gv.at/menschen/sicherheit/feuerwehr/museum/

 

 

Vorführung des Dokumentarfilms „SÜHNHAUS“
mit anschließender Podiumsdiskussion
“Der Brand des Wiener Ringtheaters und seine Folgen”

13. Dezember 2016, 18:30 Uhr
DeFrance Kino, Schottenring 5, 1010 Wien

Tickets erhältlich über das DeFrance Kino (www.defrance.at): 7,50 €
Bitte holen sie reservierte Karten 30 min. vor Filmbeginn an der Kinokasse ab.

Kinovorführung im DeFrance Kino mit anschließendem geführten Spaziergang zur Podiumsdiskussion
im Wiener Feuerwehrmuseum, Am Hof 7, 1010 Wien.

Es diskutieren:

Hauptbrandmeister i. R. Heinrich Krenn, der das Archiv des Wiener Feuerwehrmuseums aufgebaut hat und verwaltet, ist Spezialist für das Ringtheater, zu dessen Historie er auch einen persönlichen Bezug hat. Sein Großvater hatte nämlich Karten für den besagten Abend, versäumte aber den Zug nach Wien und entging so der Brandkatastrophe.

Brandrat Gerald Schimpf ist Pressesprecher der Berufsfeuerwehr Wien und Leiter des Feuerwehrmuseums. Herr Schimpf leitet das Museum seit 2010, welches den größten historischen Bestand zum Thema Ringtheater beherbergt und berichtet über die Entwicklung der ältesten Berufsfeuerwehr der Welt.

Karl Heindl ist Sicherheitschef am Wiener Burgtheater und in dieser Funktion auch für die hauseigene Feuerwehr zuständig. Herr Heindl wird das Fluchtwegesystem des Burgtheaters erklären und weiß einiges zur Geschichte der Theatersicherheit zu erzählen.

Maya McKechneay ist Filmjournalistin und Regisseurin des Films „Sühnhaus“, der am 135. Jahrestag des Brandes in Wien Premiere hat. Sie hat viele Jahre zum Ringtheater geforscht und in ihrem Debütfilm eine ganz eigene Perspektive auf den Brand gefunden, die die Verantwortlichen nicht gerade gut aussehen lässt.

Lesen sie in dieser Kategorie weiter …

Stadt Wien | Feuerwehr und Katastrophenschutz

Ein Verletzter bei Zusammenstoß einer E-Lok und eines Lkw in Wien-Leopoldstadt

Ein Lastkraftwagen wurde im Bereich eines Bahnübergangs auf…

Stöbern Sie in unserem Archiv …

Feuerwehr fordert Unterstützung

Derzeit werden in den Medien unterschiedliche Forderungen kolportiert,…

Mann bei Serienunfall unter Fahrzeug eingeklemmt

Donnerstagmorgen (12.01.2017) ereignete sich auf der A4 in der…

Der Feuerwehr-Talk bei der Retter Messe Wels!

Feuerwehr-Experten diskutieren: „Welche Themen beschäftigen…

Fensterputzer in Zwangslage

Am 2. August 2014 war, aus bislang ungeklärter Ursuche, während…

Vorbereitungen zur "ENNSTAL 2014" in vollem Gange!

Österreichs Feuerwehren zählen rund 340.000 Mitglieder in ihren…

Abgestürzter Pkw

Gestern am 23. November 2013 war in den frühen Abendstunden…

In Gedenken - OFM Wolfgang Holub

Wir wissen es - und wollen es trotzdem nicht wahr haben. Unser…

Massenkarambolage Nordbrücke

Am 3. Juli 2013 gegen 13.30 war es auf der Nordbrücke (stadtauswärts)…