Kind nach Zimmerbrand gestorben

Zu einem tragisch verlaufenen Einsatz rückte die Berufsfeuerwehr Wien in der Nacht auf Freitag (07.04.2016) in die Schrickgasse in der Donaustadt aus: die Matratze eines sechsjährigen Buben hatte aus bisher unbekannter Ursache in der Nacht zu glosen begonnen. Bei Ankunft der alarmierten Berufsfeuerwehr versuchte die Berufsrettung Wien bereits das Kind zu reanimieren. Die Mutter konnte sich aus eigener Kraft ins Freie retten. Das Kinderzimmer war durch den Ruß der glosenden Matratze komplett schwarz, die Matratze wurde von den Feuerwehrleuten ins Freie gebracht und dort gelöscht. Im Kinderzimmer fanden die Feuerwehrleute auch eine tote Katze. Der Bub wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er verstorben ist.

„Wir werden leider immer wieder zu Einsätzen gerufen, bei denen Menschen im Schlaf von einem Brand bzw. von Rauchgasen schwer verletzt oder sogar getötet werden – wie eben auch letzte Nacht“, sagt Oberbrandrat Ing. Christian Feiler, Presse- und Informationsoffizier der Berufsfeuerwehr Wien. Der Rauch kann auch von außen eindringen, beispielsweise durch einen brennenden Mistkübel vor dem Schlafzimmerfenster – im Schlaf bemerkt man das nicht. Zwei, drei Atemzüge Rauchgase eingeatmet, und man ist bewusstlos. Ein paar Atemzüge mehr und man kann ersticken. Feiler appelliert deshalb, Rauchmelder in Schlaf- und Kinderzimmern anzubringen. „Rauchmelder sind in jedem Baumarkt und manchmal auch in Supermärkten um wenig Geld erhältlich.

Rauchmelder sollten einmal im Jahr getestet und Batterien gegebenenfalls erneuert werden“, sagt Feiler und hofft, dass die Feuerwehr möglichst nicht mehr zu solch tragischen Einsätzen ausrücken muss.

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