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Österreich hat in Slowenien geholfen – Dank an die eingesetzten Feuerwehrkräfte


Am 2. Februar 2014 erhielt das Bundesministerium für Inneres ein internationales Hilfeansuchen der slowenischen Regierung zur Unterstützung der örtlichen Einsatzorganisationen durch die Bereitstellung von Großstromerzeugern und leitete dies an den Österreichischen Bundesfeuerwehrverband und die Landesfeuerwehrverbände weiter. Daraufhin haben sich die Landesfeuerwehrverbände Niederösterreich und Salzburg gemeldet. In den weiteren Einsatztagen wurden noch Einsatzkräfte aus Wien und Kärnten in das eisige Einsatzgebiet Sloweniens entsandt wurde. Heute am 3. April 2014 wurden diesen Einsatzkräften noch einmal bei einer Festveranstaltung des Bundesministeriums für Inneres in Wien gedankt.


200.000 Menschen ohne Strom

Eisregen und Schnee brachten Ende Jänner bzw. Anfang Februar die Hochspannungsleitungen in weiten Teilen Sloweniens zum Einsturz. Somit waren rund 200.000 Menschen über Tage hinweg ohne elektrische Versorgung.

Mit Stromgeneratoren sind die österreichischen Einheiten über Koordination des Innenministeriums - und unter Mitwirkung des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes - nach Slowenien entsandt worden.

Durch den raschen Einsatz der österreichischen Einsatzkräfte konnte über zwei Wochen hinweg eine Notstromversorgung aufgebaut werden und damit den betroffenen, hilfslosen Menschen vor Ort geholfen werden.

Rund 480 Feuerwehrmitglieder aus Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Wien halfen von 3. Februar bis 20. Februar 2014 den slowenischen Nachbarn bei der Stromproduktion bis zur Wiederherstellung der schadhaften Stromleitungen. Nach etwa zwei Wochen konnte in einzelnen Regionen die örtliche Stromversorgung wiederhergestellt werden. Aufgrund dieser Entspannung wurde mit der Rückführung nicht mehr benötigter Großstromerzeuger und den Einsatzkräften begonnen. Das letzte Aggregat verließ Slowenien am 20. Februar womit der Einsatz beendet wurde.

 

Dank für den Einsatz

Den ersten und wahrscheinlich auch emotionalsten Dank erfuhren die Feuerwehrmitglieder von den betroffenen Menschen vor Ort direkt, wenn Sie Ihnen den ersehnten und notwendigen Strom wiederherstellten und dabei halfen, dass die Zufahrten und Straßen freigemacht und passierbar wurden.

Von den offiziellen Stellen aus Slowenien und Österreich wurde die Einsatzkräfte bereits vor Ort durch diverse Besuche an den Einsatzstellen gedankt und ermutigt ihren ehrenamtlichen und engagierten Einsatz fortzuführen.

Mit unzähligen, berührenden Dankesschreiben von betroffenen Familien und offiziellen Dankschreiben der slowenischen Regierung wie durch Ministerpräsidentin Alenka Bratusek, dem slowenischen Generaldirektor für Zivilschutz und Katastrophenmanagement Darko But, dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann und der Bundesministerin für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner wurde den Feuerwehrmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren und Berufsfeuerwehren Österreich bereits gedankt.

Festveranstaltung und Dekretverleihung als sichtbares Zeichen der Dankbarkeit

Nun lud Frau Bundesministerin für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner zur Dekretverleihung anlässlich der Katastrophenhilfe in Slowenien alle eingesetzten Feuerwehrmitglieder und die koordinierenden Stellen, wie den Österreichischen Bundesfeuerwehrverband, die Landesfeuerwehrverbände Kärnten, Niederösterreich, Salzburg und Wien mit ihren Feuerwehrmitgliedern nach Wien ein.

So versammelten sich am Donnerstag, den 3. April 2014 vor 16 Uhr die geladenen Ehrengäste und die zur Dekretverleihung eingeladenen und anwesenden Feuerwehrmitglieder aus den Bundesländern am Minoritenplatz in Wien.

Die Festveranstaltung begann beim Eintreffen der Ehrengäste am Minoritenplatz mit der Meldung des Vizepräsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Armin Blutsch an die Frau Bundesminister für Inneres Mag. Mikl-Leitner. Im Anschluss folgten die Ansprachen und Dankesworte durch S.E. dem Botschafter der Republik Slowenien, Andrej Rahten und der Festrede der Frau Bundesminister für Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner.

Rahten: „Die reibungslose und sehr professionelle Ausführung Ihrer Einsätze hat dem Land Slowenien wieder zu Strom verholfen. Dank der Feuerwehr wurde der Ausnahmezustand für viele Menschen in Slowenien erträglicher und am Ende glücklicherweise auch aufgehoben.“

Mikl-Leitner: „Als unser Nachbar in Not war, haben Sie, liebe Einsatzkräfte, keine Sekunde gezögert, um rasche und unbürokratische Hilfe und Unterstützung zu leisten", sagte die Innenministerin zu den Einsatzkräften. "Menschen wie Sie sind der Garant für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben in Österreich und über die Landesgrenzen hinaus. An dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank und meine Anerkennung für Ihren großartigen Einsatz.“

Diesen Dankesworten folgte die Dekretverleihung. Gemeinsam mit dem Botschafter Slowenien Andrej Rahten und dem Präsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Albert Kern verlieh Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner an rund 280 anwesende Feuerwehrmitglieder aus Freiwilligen Feuerwehren, Berufsfeuerwehren, Landesfeuerwehrschule, Landesfeuerwehrkommanden und Landesfeuerwehrverbänden sowie dem Österreichischen Bundesfeuerwehrverband Dekrete zum Zeichen der Dankbarkeit für den unermüdlichen Einsatz.

Als höchster Vertreter der Feuerwehren gab der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes Albert Kern einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse in Slowenien und wies auf die Schlagkraft der Feuerwehren und dem gut, etablierten System des Katastrophenschutz und der Katastrophenhilfe durch die Feuerwehren Österreichs hin.

Kern: „Hilfestellung ist auch über einen längeren Zeitraum hinweg sichergestellt. Dafür stehen Tausende Feuerwehrmitglieder, im Rotationssystem und mit einer guten Organisation, die den Einsatzerfolg gewährleisten! Mein Dank gilt den Männern und Frauen unserer Feuerwehren, die sich für diesen Einsatz in Slowenien Urlaub genommen haben, den Arbeitgebern die ihre Mitarbeiter dafür freigestellt haben, wie auch den Familien unserer Einsatzkräfte, die in diesen Tagen auf ihre Angehörigen verzichtet haben.“

Umrahmt von der Polizeimusik Wien beendeten die Bundeshymne und die Europahymne die Festveranstaltung.

Im Anschluss daran wurden die Anwesenden zu einem Empfang geladen.

Weiterführende Dateien:

Text und Fotos: OEBFV / Hniliczka