Jeder Brandtote ist einer zu viel!

Wie gut ist Österreich vor Wohnungsbränden geschützt?

Am 13. Oktober wird heuer der bundesweite Tag des Rauchwarnmelders begangen. Ei Electronics hat dies zum Anlass genommen, um die Ausstattung Österreichs Wohnbauten mit den elektronischen Lebensrettern zu hinterfragen. Um es kurz zu machen: Es gibt noch Luft nach oben, nur jeder Zweite verfügt über Rauchwarnmelder in seinem Zuhause. Und die Feuerwehren spielen bei der Informationsweitergabe eine wesentliche Rolle.

Eine ausgebrannte Wohnung – ein Rauchwarnmelder könnte Todesopfer und Schäden verhindern. (Symbolfoto)

Nachdem Ei Electronics im Jahr 2021 eine umfangreiche Marktstudie über die Verbreitung und Akzeptanz von Rauchwarnmeldern veröffentlichte, wollte man nun wissen, ob sich in der Zwischenzeit etwas geändert hat. Das Ergebnis der repräsentativen Umfrage* zeigt, dass mittlerweile 49 Prozent der Befragten über Rauchwarnmelder verfügen – 2021 waren es nur 44 Prozent. Dabei gibt es durchaus Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern, was nicht zuletzt den gesetzlichen Regelungen geschuldet ist. In Österreich besteht generell eine öffentlich-rechtliche Vorschrift zur Installation von Rauchwarnmeldern im Neubau (OIB-Richtlinie 2). Nur im Bundesland Kärnten müssen auch Bestandsgebäude ausgestattet sein. Die TRVB 122 S dient als einfache und verständliche Grundlage für die Feuerwehren, in dem sie aufzeigt, wo Rauchwarnmelder sinnvoll zu installieren sind.

Rauchwarnmelder tauschen nach zehn Jahren

Was den Wissensstand über die Lebensdauer von Rauchwarnmeldern betrifft, zeigt die aktuelle Umfrage eine erfreuliche Entwicklung. Nur noch 7 Prozent (2021: 18%) denken, dass die Geräte unbegrenzt lange benutzt werden können. 62 Prozent hingegen wissen, dass sie nach zehn Jahren ausgetauscht werden müssen (2021: 50%). „Das gilt nicht nur für Melder mit integrierter Batterie. Auch Geräte mit Tauschbatterie sollten gemäß DIN 14676 nach zehn Jahren getauscht werden, da die Detektionskammer ihre technische Zuverlässigkeit verliert“, weiß der Leiter des ÖBFV-Referats 4 – Vorbeugender Brand- und Katastrophenschutz, BFR Martin Mittnecker.

Bei der Frage, wie häufig Rauchwarnmelder im eigenen Zuhause überprüft werden, gibt es jedoch noch Nachholbedarf. Nur jeder Zweite, der über einen Rauchwarnmelder verfügt, überprüft ihn mindestens einmal im Jahr (2021: 62%), jeder Fünfte (2021: 12%) überhaupt nicht. In Niederösterreich und im Burgenland sind es sogar 30%, die ihren Rauchwarnmelder niemals überprüfen.

Aufklären und Bewusstsein schaffen

Der Tag des Rauchwarnmelders, der vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband auf den 13. Oktober gelegt wurde, hat zum Ziel, das Bewusstsein bei der Bevölkerung für den lebensrettenden Nutzen von Rauchwarnmeldern weiter zu schärfen. Solange es nicht in allen Bundesländern Pflicht ist auch die Bestandsbauten auszurüsten, ist Eigeninitiative gefragt. Feuerwehren, Brandschutzunternehmen, Rauchfangkehrer sowie das Elektrohandwerk unterstützen mit diversen Aktivitäten und Aktionen die Aufklärung rund um das Thema Rauchwarnmelder. Diese Fachleute verfügen über das nötige Know-how und können Konsumenten entsprechend kompetent beraten.

Medien und Feuerwehr als Multiplikator

Das dichte Netzwerk der Feuerwehren dient in der Kommunikation als Multiplikator.

Unter www.feuerwehr.at/plakate kann ein eigenes Plakat mit einem individuellen Logo erstellt werden.

Foto: Presseteam ffwrn.at

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