Feuerwehren in Österreich 2025: weniger Einsätze, mehr Mitglieder
Österreichs Feuerwehren rückten im Jahr 2025 deutlich weniger oft zu Einsätzen aus, besonders starke und großflächige Unwetter wie im Jahr davor blieben weitgehend aus. Die Anzahl der Mitglieder ist einmal mehr gestiegen.
Im direkten Vergleich des Jahres 2025 mit dem besonders einsatzintensiven Jahr 2024 ist ein starker Rückgang bei den Einsätzen zu verzeichnen:
In Summe dokumentierten die österreichischen Feuerwehren im vergangenen Jahr 254.598 Einsätze, 164.518 waren technische Einsätze (Verkehrsunfälle, Sturmereignisse, Überflutungen, Schadstoffaustritte etc.), 64.991 waren Brandeinsätze. Des Weiteren wurden 25.089 sonstige Einsätze verbucht. Das sind in Summe 84.918 weniger Einsätze als im Jahr zuvor. Vor allem die technischen Einsätze – durch das Ausbleiben besonders heftiger und großflächiger Elementarereignisse – gingen massiv, nämlich konkret um 82.481 zurück. Die Brandeinsätze sind annähernd gleichgeblieben (-242).
FPräs Robert Mayer zu den Einsätzen: „Die Einsatzzahlen haben sich im Jahr 2025 wieder normalisiert. Nach den schweren Unwetterlagen im Jahr 2024 hatten die österreichischen Feuerwehren 2025 wieder ein ausgeglicheneres Jahr. Weniger Einsätze bedeutet nicht zwangsläufig ein ruhigeres Jahr: Die Anzahl der geretteten Menschen und Tiere sprechen eine klare Sprache und die Komplexität und Intensität der Einsätze ist meist nicht in einer Statistik feststellbar. Das notwendige Engagement in der Einsatzvorbereitung ist in der Statistik auch nicht erfasst, macht aber den größten Anteil der Arbeit aus“.
Über 10.500 Menschen und knapp 7.000 Tiere gerettet
Besonders eindrucksvoll sind die Zahlen der geretteten Menschen und Tiere: Im Jahr 2025 wurden von den österreichischen Feuerwehren 10.775 Menschen und 6.557 Tiere gerettet (ohne Angaben aus Wien und Vorarlberg).
Interesse am ehrenamtlichen Engagement nach wie vor groß
Auch im Jahr 2025 freuen sich die österreichischen Feuerwehren über einen leichten Mitgliederzuwachs. Vor allem bei der Feuerwehrjugend können Mädchen und Burschen für das ehrenamtliche Engagement gewonnen werden.
Laut der nun vorliegenden Statistik gibt es aktuell 357.187 Feuerwehrmitglieder in Österreich (+1.808 zu 2024). Die Anzahl der aktiven Mitglieder ist leicht auf 257.081 gesunken (-993 zu 2024), die Feuerwehrjugend hat Zuwachs erhalten: Mit einem Plus von 993 auf in Summe 38.713 Mädchen und Burschen wird deutlich, dass das Interesse an der Feuerwehr bei Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren ungebrochen ist. Der Reservestand verzeichnet im Jahr 2025 ein Plus von 1.808 Mitgliedern und steigt auf 61.393. Rund ein Drittel davon lässt sich damit erklären, dass Vorarlberg im vergangenen Jahr erstmals auch den Reservestand statistisch erfasst hat. Nach wie vor versehen rund 99% der Feuerwehrmitglieder in Österreich ihren Dienst ehrenamtlich und freiwillig, also ohne Bezahlung.
Auch der Frauenanteil in den österreichischen Feuerwehren ist wieder gestiegen: Mit einem Zuwachs von 2.280 Mädchen und Frauen auf in Summe 38.283 machen diese im Feuerwehrdienst mittlerweile rund 11% der Gesamtmannschaft aus. Auch wenn diese Zahl ausbaufähig ist, so setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort. Seit 2008 hat sich die Anzahl der weiblichen Feuerwehrmitglieder (Mädchen und Frauen) um 206% erhöht.
Die Anzahl der Feuerwehren steht in Österreich aktuell bei 4.752 (4.438 Freiwillige Feuerwehren inklusive zwei Freiwillige Feuerwehren an Universitäten, 308 Betriebsfeuerwehren, sechs Berufsfeuerwehren).
„Der erfreuliche Zuwachs bei der Feuerwehrjugend wird, dank des großen und hervorragenden Engagements aller Jugendverantwortlichen, fortgesetzt. Der positive Trend setzt sich erfreulicherweise auch bei den Frauen fort und sie verstärken damit bedeutend den Aktivstand in den Feuerwehren. Eine weitgehend stabile Mitgliederentwicklung ist von großer Bedeutung und wir müssen uns auch in den kommenden Jahren intensiv auf dieses Thema konzentrieren. Ich danke den Kameradinnen und Kameraden aller österreichischen Feuerwehren für das großartige und beeindruckende Engagement und ihren persönlichen Einsatz“, so Robert Mayer über die Entwicklung die Mitgliederzahlen.
Grafik: Mathias Seyfert/FEUERWEHR.AT












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