Das Sicherheitsrezept für die Küche

Mehr als die Hälfte aller Brände entstehen im privaten Bereich. Die Küche ist hier der Brandentstehungsort Nummer eins, die häufigste Ursache für Küchenbrände sind Fettbrände. Mit dem „Tag der Sicherheit“ am 4. Mai schafft die GRAWE zusammen mit den Österreichischen Länderversicherern mehr Sicherheitsbewusstsein und gibt Tipps, wie die Küche zu einem sichereren Ort gemacht werden kann.

Wie jedes Jahr veranstaltet die Vereinigung Österreichischer Länderversicherer (VÖL) rund um den Florianitag den „Tag der Sicherheit“, der in der Steiermark von der Grazer Wechselseitigen Versicherung AG begleitet wird. Ziel ist es, zur Sensibilisierung und zum Schutz der Bevölkerung beizutragen. In diesem Jahr ist das Thema „Vermeidung von Küchenbränden“.
52 Prozent aller Brände ereignen sich im Privatbereich, die Brandursachen sind vielfältig. Sie beginnen bei Defekten an elektrischen Geräten (Küchengeräte, Wäschetrockner, Fernseher, etc.) und reichen hin bis zu menschlichem Fehlverhalten und vergessenen eingeschalteten Herdplatten, brennenden Kerzen oder Zigaretten. „Immer wieder werden Feuerwehren zu Kleinbränden alarmiert. Diese führen jedes Jahr aufs Neue zu Verletzungen und zu teilweise hohen Sachschäden. Jeder kann durch eine entsprechende Eigenvorsorge dazu beitragen, dieses Risiko zu minimieren. Neben der Vorsorge sind auch das richtige und schnelle Handeln wichtige Voraussetzungen. Löschdecken können im privaten Bereich als Erstmaßnahme beispielsweise bei Kleinbränden verwendet werden – wenn sich Speise- bzw. Fettreste in einer Pfanne entzünden oder Gestecke und Adventkränze in Brand geraten“, stellt Albert Kern, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes und Landesfeuerwehrkommandant der Steiermark, fest.

Falsches Verhalten im Brandfall

Oft fehlt das Wissen, was zu tun ist, wenn es zu einem Küchenbrand kommt. Besonders verheerend sind die Schäden, wenn in der Panik versucht wird, Fettbrände mit Hilfe von Wasser zu löschen. Richtiges Verhalten bedeutet, dass das Feuer erstickt werden muss. Für einen Privathaushalt ist dazu die Anschaffung einer hochwertigen Feuerlöschdecke absolut empfehlenswert. Da jedem Vollbrand ein Entstehungsbrand vorausgeht, hat man mit einem Kleinlöschgerät wie einer Löschdecke bereits die Möglichkeit, eine wirkungsvolle Maßnahme zu ergreifen.
„Im Durchschnitt kommt es in der Steiermark mehr als einmal pro Woche zu einem schweren Küchenbrand, teils mit gravierenden Verletzungsfolgen. Laut Landespolizeikommando Steiermark ist die Tendenz stark steigend – 2013 waren es noch 67, 2014 schon 79 gemeldete Küchenbrände. Bereits kleine Unachtsamkeiten können hierbei verheerende Folgen haben und im schlimmsten Fall Menschenleben kosten“, betont Vorstandsdirektor Mag. Klaus Scheitegel. „Auch wenn die zuvor genannte Zahl nicht sonderlich hoch erscheint, ist jeder einzelne dieser Brände zu viel und hätte durch entsprechende Präventionsmaßnahmen verhindert werden können. Der GRAWE als ursprünglich reine Feuerversicherung ist dieses Thema bis heute ein besonderes Anliegen.“
Im Notfall ist es wichtig Ruhe zu bewahren, den Notruf 122 zu wählen und so präzise Angaben wie möglich zu machen. Die wichtigsten Informationen sind: WAS ist WO passiert, WIE viele Verletzte gibt es und WER ruft an.

GRAWE-Tipps für den sicheren Haushalt
Lassen Sie beim Kochen den Herd mit eingeschalteter Kochplatte niemals unbeaufsichtigt, denn schon in Sekunden können sich Fette oder Speiseöle selbst entzünden. Wichtig ist, einen Fettbrand nicht mit Wasser zu löschen, sondern ihn zum Beispiel mit einer Löschdecke zu ersticken. Hierbei ist wichtig, dass sich das Kleinlöschgerät in der Nähe befindet, um im Ernstfall auch schnell gefunden zu werden. Ebenso müssen Filter in Dunstabzugshauben regelmäßig richtig gereinigt oder getauscht werden, da sie sich mit Küchendämpfen und Fett sättigen und dadurch die Brandgefahr erhöhen. Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch etwas passieren, bietet eine Eigenheim- und Haushaltsversicherung umfassenden Schutz vor den finanziellen Folgen.

Die Vereinigung Österreichischer Länderversicherer (VÖL)
Die Vereinigung ist das Netzwerk der sechs in Österreich tätigen Länderversicherer (Grazer Wechselseitige Versicherung, Niederösterreichische Versicherung, Kärntner Landesversicherung, Tiroler Versicherung, Vorarlberger Landesversicherung, Oberösterreichische Versicherung). Gemeinsam beschäftigen die Unternehmen über 3.500 MitarbeiterInnen in sechs Zentralen und betreuen 1,5 Mio. KundInnen mit über 5,8 Mio. Verträgen. Die GRAWE ist das größte Versicherungsunternehmen des Netzwerks. Mit dem „Tag der Sicherheit“, der jedes Jahr stattfindet, wird ein Zeichen für mehr Sicherheit in Österreich gesetzt.
Text- & Bilduelle: GRAWE

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