Die Ständige Arbeitsgruppe SvE befasste sich seit rund drei Jahren mit der Erarbeitung einer österreichweit abgestimmten fachlichen Rahmenempfehlung für die „Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen und Ereignissen“.
Ziel war die Erstellung einer fachlich fundierten und praxisorientierten Empfehlung, die einen gemeinsamen österreichweiten Rahmen schafft und gleichzeitig die unterschiedlichen Gegebenheiten in den Landesfeuerwehrverbänden berücksichtigt.
Die Fachempfehlung beschreibt die Grundlagen, Zielsetzungen und strukturellen Rahmenbedingungen des Fachbereichs „Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen und Ereignissen (SvE)“ und basiert auf langjährigen Praxiserfahrungen und aktuellen Erkenntnissen der Stress- und Traumaforschung. Mit dem vorliegenden Konzept wird ein österreichweit abgestimmtes und zeitgemäßes Vorgehen bei SvE-Maßnahmen sowie bei der Aus- und Weiterbildung von SvE-Peers sichergestellt.
Inhaltlich werden unter anderem Ziele und Arbeitsbereiche von SvE, organisatorische Strukturen und Verantwortlichkeiten, das Peer-System, die Durchführung von Einzel- und Gruppenmaßnahmen, Ausbildung und Prüfung von SvE-Peers, Weiterbildung und Supervision sowie Dokumentation, Verschwiegenheit und die Zusammenarbeit mit Systempartnern geregelt. Die Fachempfehlung grenzt SvE zudem ausdrücklich von den Bereichen Feuerwehrseelsorge, Krisenintervention, Psychotherapie und medizinisch-psychologischer Behandlung ab.
Die Fachempfehlung schafft damit einen gemeinsamen fachlichen Orientierungs- und Qualitätsrahmen für die österreichischen Feuerwehren, ohne die bestehenden organisatorischen Zuständigkeiten der Landesfeuerwehrverbände einzuschränken.
Die Publikation ÖBFV-Info A-24 Ausgabe 2026 „Fachempfehlung SvE Dienst“ ist fertig produziert und steht ab sofort im ÖBFV-Webshop, sowie auf der ÖBFV-Cloud (https://cloud.oebfv.at/) zur Verfügung.


