Wien einmal mehr Zentrum des Feuerwehrnachwuchses

Am vergangenen Samstag kämpften die wissbegierigsten unter den zigtausend Feuerwehrjugendlichen aus Wien, Niederösterreich, Steiermark, dem Burgenland und Vorarlberg um das Leistungsabzeichen in Gold in der Bundeshauptstadt Wien.

Das Leistungsabzeichen in Gold ist der höchste Wissensnachweis, den das österreichische Feuerwehrnachwuchswesen kennt und ein klarer Beweis, nicht nur für das individuell erworbene Know How, sondern auch ganz allgemein für den hohen Stellenwert und die Qualität der feuerwehrfachlichen Ausbildung in Österreich bereits bei den jüngsten unter den Florianijüngern.

Teamwork als Schlüssel zum Goldenen Abzeichen

Die Bewerberinnnen und Bewerber mussten in insgesamt 8 Übungen ihr Können unter Beweis stellen, wobei es Einzel- und auch Teamübungen zu bewältigen galt. Nur wer alle Übungen in einem vorgegebenen Rahmen absolviert erhält das Abzeichen.

Bewerbsleiter Hauptbrandinspektor Ing. Thomas Hebelka, selbst einst mit 11 Jahren in die Feuerwehrjugend Wien eingetreten und nunmehriger Leiter dieser Institution und beruflich Offizier der Feuerwehr im Wiener Rathaus unterstrich das Credo dieses Bewerbs: „Dieses Abzeichen ist quasi der Ritterschlag in der Jugendausbildung und bewusst gibt es dabei keine Rangliste. Bei dieser Güte der Vorbereitung gibt es nur Gewinner in einem großen Team.“ Das konnten der oberste Repräsentant der Berufsfeuerwehr Wien am Bewerb, Oberbrandrat Hauptinspektion DI Alexander Steiner und der Leiter des Jugendbewerbswesens im Österreichischen Bundesfeuerwehrverband, welcher auch als stellvertretender Bewerbsleiter aktiv ins Geschehen eingebunden war, Brandrat Johann Rudolf Schönbäck, nur bestätigen. „Teamwork ist fast schon alles bei der Feuerwehr“ so die beiden Herren unisono.

Neben einer Abordnung aus der Bundeshauptstadt konnten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Bewerbspersonal von Feuerwehren aus dem Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark, Salzburg und Vorarlberg begrüßt werden. Insgesamt stellten sich 11 Mädchen und 19 Burschen den Herausforderungen rund um das goldene Abzeichen.

Hoher Besuch bei den jüngsten Leistungsträgern der Feuerwehr

Vom Engagement und den erbrachten Leistungen zeigte sich der Erste Wiener Landtagspräsident und Vizepräsident der Helfer Wiens, Prof. Harry Kopietz, bei einem Besuch des Bewerbs schwer beeindruckt: „Als begeisterter Feuerwehrmann ist mir die Nachwuchsförderung ein großes Anliegen. Umso mehr freut es mich, in den Augen der jungen Mädels und Burschen so eine Begeisterung bei dieser – wie ich meine – schönsten Freizeitbeschäftigung mit Hintergrund und Inhalt zu sehen.“ Prof. Kopietz ließ es sich dann auch nicht nehmen gemeinsam mit Spitzen des Feuerwehrwesens und der Bezirkspolitik den glücklichen Bewerbsabsolventinnen und -absolventen das goldene Abzeichen zu überreichen.

Die weiteren zahlreiche Ehrengäste, unter anderem der Bezirksvorsteher der Donaustadt, Herr Ernst Nevrivy, der Verantwortliche für das Feuerwehrjugendwesens im Österreichischen Bundesfeuerwehrverband, Bundesfeuerwehrrat Manfred Eibl und weitere Träger der Nachwuchsarbeit der Feuerwehr zeigten sich ebenso beeindruckt von den Jugendlichen in Feuerwehruniform.

Brandrat Ignaz Mascha, für die Jugendbewerbe im internationalen Feuerwehrverband CTIF verantwortlich, bedankte sich namens aller Feuerwehrfunktionäre für die ausgezeichnete Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung und legte somit gleichzeitig die Latte für den nächsten Bewerb in Wien hoch.

Eckdaten:

30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (11 Mädchen und 19 Burschen) aus

5 Bundesländern (Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Vorarlberg)

Zahlreiche Bewerterinnen und Bewerter sowie und Betreuungspersonal aus den teilnehmenden Bundesländern und Salzburg.

Chronik:

Bereits 2. Durchführung durch die Feuerwehrjugend Wien nach dem Jahr 2013.

Titel der Veranstaltung und Inhalt

Feuerwehrjugendleistungsbewerb um das Leistungsabzeichen in Gold (FJLA in Gold)

Das FJLA in Gold stellt die höchste Stufe des Feuerwehrjugendleistungsabzeichens dar und damit den Beweis einer ganzheitlichen, umfassenden feuerwehrfachlichen Ausbildung im Rahmen der Österreichischen Feuerwehrjugend.

Voraussetzungen für den Erwerb des Abzeichens „FJLA – Gold“:

  • erreichtes 15. Lebensjahr
  • bereits alle 3 Wissenstestabzeichen wurden erworben (Bronze, Silber, Gold)
  • erfolgreiche Teilnahme und somit Führung der  Feuerwehrjugendleistungsabzeichen in Bronze und Silber
  • 16-stündiger Erste Hilfe Kurs

Der Umfang des Leistungsbewerbs umfasst folgende Übungen:

  • Übungen zum Thema „Brandeinsatz“
  • Übungen im Themenfeld „technischer Einsatz“ (unter anderem die Absicherung einer Unfallstelle, etc.)
  • Aufgaben und praktische Übungen zum Themenfeld Erste Hilfe
  • Aufgaben im Zuge eines Planspiel „Die Feuerwehrgruppe im Einsatz“
  • einer theoretischen Prüfung als Auszug eines umfassenden Fragenkatalogs

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