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Leistungsabzeichen der Feuerwehren

Autor: Adolf Schinnerl (1)

Das Leistungsabzeichen, es geht auf die Kampfabzeichen des Militärs im Ersten Weltkrieg zurück, nimmt seit dem Jahr 1950 an Bedeutung zu und es werden ständig neue geschaffen. Es weist den Träger als kompetenten Helfer und Fachmann aus. Die nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführten Feuerwehrleistungs-Bewerbe und –Prüfungen bedeuten für die Ausbildung der Feuerwehrleute eine nicht mehr wegzudenkende Ergänzung. Im sportlichen Wetteifer werden die im Einsatz notwendigen Tätigkeiten und Handgriffe perfekt und schnell ausgeführt.

Im Gegensatz zur Auszeichnung, welche in Würdigung verschiedener Verdienste dem Feuerwehrmitglied verliehen wird, muss das Leistungsabzeichen unter Prüfungsbedingungen erworben werden. Die Voraussetzungen für den Erwerb eines Leistungsabzeichens sind genau geregelt. Wird die vorgeschriebene Punktezahl erreicht, hat der Bewerber einen Anspruch auf das Leistungsabzeichen.(2)

 

Vorgeschichte (3)

Bereits am 25. März 1925 hatten in Gattendorf im Burgenland erstmals „Feuerwehr-Wettübungen“ stattgefunden. (4)

Bei der FF der Stadt Wolfsberg, Kärnten, wurde in den Jahren von 1928 bis 1938 jährlich eine Wertungsübung abgehalten. Beim Bezirksverbandstag 1935 in Maria Rojach wurden ebenfalls Wertungsübungen durchgeführt.(5)

Anlässlich des 70-Jahre-Jubiläums der Freiwilligen Stadtfeuerwehr St. Pölten, Niederösterreich, zeigten deren Züge am 4. Juli 1937 ein „Wettschlauchlegen über Hindernisse und Zielspritzen“ sowie einen „Stafetten-Hindernislauf“, in denen bereits die wichtigsten Elemente der österreichischen Feuerwehrleistungsbewerbe der Zweiten Republik und der Internationalen Feuerwehrwettkämpfe enthalten waren.(6)

Am 18. September 1938 veranstaltete der steirische Landesfeuerwehrinspektor Dipl. Ing. Ludwig Wipler in Weiz einen Feuerwehrwettbewerb mit Löschangriff, Staffellauf und Aufstellen einer zweiteiligen tragbaren Schiebeleiter.(7)

„Wettschlauchlegen“ war zu dieser Zeit in ganz Österreich vielerorts eine beliebte Abwechslung im Übungsbetrieb.

 

Feuerwehrleistungsabzeichen (FLA) in Bronze und Silber

Schon 1946/7 knüpften die steirischen Feuerwehren an diese Tradition an, und beim Gründungsjubiläum der Betriebsfeuerwehr der Böhlerwerke in Kapfenberg fanden erstmals Wettbewerbe (Löschangriff) statt, die bald in anderen Bezirken nachgeahmt wurden. Im Bericht „Aus den Pioniertagen des Wettbewerbswesens“ schreibt Hofrat Ing. Peter Stanke (1946 mit dem Wiederaufbau der steirischen Feuerwehren betraut) von der „Vorkämpferrolle“ seines Verbandes. (8)

Die Wettkampfbestimmungen für 1948 sahen bereits einen Löschangriff und einen „Melder-Stafettenlauf“ vor.(9)

19. August 1948: Beschluss der Wettkampfbestimmungen für Niederösterreich, die sich weitgehend an das steirische Vorbild anlehnen.(10)

August 1948 – LFV Kärnten: Wettbewerbsbestimmungen für die Gruppe 1:8 vom Fahrzeug weg mit einem nassen Löschangriff als erste und ein 700 Meter Stafettenlauf in voller Montur als zweite Leistungsübung.(11)

1949 – LFV Kärnten: Feuerwehr-Sportabzeichen in Bronze (Stufe I) und Silber (Stufe II) eingeführt.

Erste Sportmeisterschaften (Stufe I) (12)

Feuerwehrwettkämpfe: 10. Juli 1949 in Gloggnitz, 4. September 1949 in Baden, 3. September 1950 in Weidling.(13)

24./25. März 1950: Niederösterreich wertet die bisherigen Erfahrungen aus. Die Neufassung der Wettkampfbestimmungen beinhaltet die Vergabe von Altersgutpunkten.(14)

5. November 1950: 1. Landesmeisterschaft in Klagenfurt (Stufe I und II).(15)

4. August 1951: 1. NÖ Landesfeuerwehrwettkämpfe in Haag. Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze eingeführt.(16)

1951: 1. OÖ Feuerwehrleistungsbewerb (Bronze).(17)

1952 in Krems: 2. NÖ Landesfeuerwehrwettkämpfe. Zugleich tagt der 4. Österreichische Bundesfeuerwehrtag. Verbreitung der Wettkämpfe in ganz Österreich. Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber vergeben. Kleinformatiges Feuerwehrleistungsabzeichen zum Tragen auf dem Zivilanzug. (18)

Bronzebewerb: Jeder Mann der Gruppe 1:8 braucht nur seinen Posten zu beherrschen.

Silberbewerb: Die neun Posten werden verlost – jeder Mann muss in der Gruppe jeden Posten beherrschen.

1952 – LFV Kärnten: Erweiterung der Sportwettkämpfe um die Stufe III. Zur Landesmeisterschaft sind nur mehr die besten zehn Gruppen jeder Stufe zugelassen.(19)

Niederösterreich 1954: Teilung der Bewerbe in Bronze und Silber in die Klassen A ohne Alterspunkten und B mit Alterspunkten.

1955 – LFV Salzburg: Kampfrichterlehrgang.

4. November 1956: Erster Wettkampf zur Erlangung des Feuerwehrleistungsabzeichens in Bronze in der Stadt Salzburg.(20)

1956 –LFV Burgenland: 1. Landes-Feuerwehrleitstungsbewerb (Bronze) in Neusiedl am See.

1957 2. Landes-Feuerwehrleistungsbewerb (Bronze und Silber) in Mattersburg.(21)

1960 – LFV Kärnten: Erweiterung der Sportwettkämpfe um die Stufe IV.

1961 – LFV Salzburg: Zweiter Wettbewerb – Bronze und Silber.(22)

1963 – LFV Tirol: Erster Landes-Feuerwehrleistungsbewerb in Bronze und Silber in Silz und Lienz. (23)

23. November 1962 Beschluss Bundesfeuerwehrausschuss und 80. Präsidialsitzung des ÖBFV:

Auflage eines Heftes über bundeseinheitliche Leistungsbewerbe anstatt der bisherigen Länderbestimmungen.(24)

Seit 1965 bundesheinheitliche Bestimmungen und Leistungsabzeichen mit den eingeprägten Wappen der Bundesländer und dem aufgesetzten emaillierten Bundeswappen.

Gleichzeitig Terminologie geändert und vereinheitlicht:

Leistungsbewerbe (bisher Feuerwehrwettkämpfe, Leistungswettkämpfe),

Feuerwehrleistungsabzeichen (FLA) Bronze und Silber (bisher meist Wettkampfabzeichen),

Bewerter (bisher Schiedsrichter, Wettkampfrichter),

Hauptbewerter (bisher Hauptschiedsrichter, Hauptwettkampfrichter),

Bewerbsleiter (bisher Wettkampfleiter).

In den Ländern tatsächlich gehandhabt wurden diese Bestimmungen aber erst nach und nach. Oberösterreich übernimmt zwar die bundeseinheitlichen Bestimmungen, bleibt aber beim Leistungsabzeichen des Landes.

Kärnten: Die bisherigen Sportwettkämpfe werden in Leistungsbewerbe (neunte) umbenannt, die vier Leistungsstufen und eigenen Leistungsabzeichen aber beibehalten.

Vorarlberg modifiziert die Bestimmungen, bleibt aber ebenfalls bei den eigenen abgestuften Leistungsabzeichen.

 

Bundesfeuerwehrleistungsbewerbe

Seit 1964 messen sich die besten Leistungsgruppen aus den Bundesländern bei den Bundesfeuerwehrleistungsbewerben.

  1. 1964 Wien
  2. 1970 Freistadt - Oberösterreich
  3. 1973 Lebring - Steiermark
  4. 1978 Wiener Neustadt - Niederösterreich
  5. 1983 Feldkirch - Vorarlberg
  6. 1988 Feldkirchen - Kärnten
  7. 1993 Hallein - Salzburg
  8. 1998 Eisenstadt - Burgenland
  9. 2003 Innsbruck - Tirol

 

Feuerwehrleistungsabzeichen (FLA) in Gold

Um nach dem FLA in Silber auch ein FLA in Gold zu schaffen und um die Elite der Feuerwehrmänner zu weiterem Lernen anzuregen, trug man 1958 in Niederösterreich erstmals einen Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold aus, ein Bewerb für den einzelnen Mann, mit den Disziplinen 300 Fragen aus Organisation, Feuerwehrtechnik und –Taktik, Brandbericht, Zielspritzen, Kommandieren und Hindernislauf. (25)

1965 – LFV Burgenland: Erster Goldbewerb, auch Feuerwehrmatura genannt.(26)

1968 – Bundeseinheitliche Bestimmungen FLA in Gold.

1970 – LFV Tirol: Erster Bewerb um das FLA in Gold.(27)

1971 – LFV Salzburg: Erster Goldbewerb nach bundeseinheitlichen Bestimmungen mit der Vergabe des bundeseinheitlichen Leistungsabzeichens (vorhandene Salzburger Leistungsabzeichen in Gold wurden vereinzelt vergeben).(28)

1977 – LFV Steiermark: Seither alle Jahre Goldbewerb an der Landesfeuerwehr- und Zivilschutzschule Lebring nach bundeseinheitlichen Bestimmungen. (29)

LVF Kärnten: 30. September 1979 - Prüfung der Bewerter zur Abnahme der Leistungsprüfung in Gold nach den bundeseinheitlichen Bestimmungen.

15. Juli 1980 – erster Goldbewerb.(30)

 

Bewerterverdienstabzeichen in Bronze, Silber und Gold

Die Bewertertätigkeit ist eine verantwortungsvolle und zeitaufwendige Aufgabe. Die Bewerter müssen sich in eigenen Lehrgängen einer Schulung unterziehen. Je nach Häufigkeit der Tätigkeit werden sie mit der Verleihung des Bewerterverdienstabzeichens in Bronze, Silber oder Gold geehrt.

Niederösterreich 1959: Einführung des Kampfrichter-Verdienstabzeichens.(31)

Niederösterreich 1976: Bewerterverdienstabzeichen als Querspange.(32)

 

Internationale Wettkampfspangen/Abzeichen (33)

Nach den großen Erfolgen in Österreich wollte man auch auf internationaler Ebene Feuerwehrwettkämpfe veranstalten. Diese Bestrebungen wurden von der „Internationalen Kommission der Feuerwehren“, seit 1956 eine autonome Einrichtung des CTIF, gefördert. Vorsitzender war Albert Bürger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes.

CTIF am 24. September 1960: Bildung der Unterkommission „Internationale Wettkampfrichtlinien für Feuerwehrwettkämpfe“.

3. Dezember 1960: Beschluss zur Durchführung Internationaler Feuerwehrwettkämpfe auf der Grundlage der niederösterreichischen Wettkampfvorschriften.

  1. 21.-24. Juni 1961 Durchführung der I. Internationalen Feuerwehrwettkämpfe in Bad Godesberg, Bundesrepublik Deutschland. Obmann des Wettkampfausschusses ist Dipl. Ing. Ferdinand Heger, Landesfeuerwehrkommandant von Niederösterreich, und Wettkampfleiter der Niederösterreicher Sepp Kast.
  2. 1963 Mülhausen, Frankreich,
  3. 1966 Karlovac, Jugoslawien,
  4. 1969 Krems, Österreich,
  5. 1973 Brünn, CSSR - erstmals zusätzlich mit Sportwettkämpfen veranstaltet.

    Seither finden die Bewerbe alle vier Jahre statt:
  6. 1977 Trient, Italien,
  7. 1981 Böblingen, BRD,
  8. 1985 Vöcklabruck, Österreich,
  9. 1989 Warschau, Polen,
  10. 1993 Berlin, Deutschland,
  11. 1997 in Herning, Dänemark,
  12. 2001 Kuopio, Finnland,
  13. 2005 Varazdin, Kroatien

Bei jedem Bewerb wird eine eigene Internationale Wettkampfspange oder ein Wettkampfabzeichen an alle Teilnehmer und Bewerter vergeben. Darüber hinaus erhalten die Gruppen im Drittelverhältnis die Wettkampfmedaillen entweder in Gold, Silber oder Bronze.

 

Wasserwehrleistungsabzeichen in Bronze, Silber, Gold

1960 – LFV Niederösterreich: Bronze, 1969 Gold.(34)

1975 – ÖBFV: Bundeseinheitliche Abzeichen mit Aufschrift KHD (Katastrophenhilfsdienst).(35)

 

Strahlenschutzleistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold

11. Oktober 1968 – Reaktorzentrum Seibersdorf: Erstmals Strahlenschutzleistungsabzeichen in Bronze.(36)

 

Feuerwehrjugendleistungsabzeichen (FJLA) in Bronze und Silber

1973 – LFV Niederösterreich: 1. Feuerwehrjugendleistungsbewerb in Gföhl.(37)

1974-1975: Erarbeitung von Richtlinien für einen internationalen Feuerwehrjugendleistungsbewerb mit Feuerwehrhindernisübung und 800-Meter-Lauf, welchen Niederösterreich mit Beschluss vom 17. März 1976 verbindlich annimmt und der ÖBFV am 16. September 1978 bundeseinheitlich geltend erklärt.(38)

1976 – LFV Burgenland: 1. Feuerwehrjugendleistungsbewerb in Heiligenkreuz um das FJLA in Bronze nach den Bestimmungen des steirischen Landesfeuerwehrverbandes; 1977 in Schattendorf um das FJLA in Silber erweitert.(39)

1979 – LFV Salzburg: 1. Feuerwehrjugendleistungsbewerb in Saalfelden um das FJLA in Bronze und Silber nach bundeseinheitlichen Bestimmungen.(40)

1984 – LFV Tirol: 1. Feuerwehrjugendleistungsbewerb in Zirl um das FJLA in Bronze nach bundeseinheitlichen Bestimmungen.(41)

 

Bundesfeuerwehrjugendleistungsbewerbe

Für die Teilnahme an den Internationalen Jugendfeuerwehrbewerben müssen sich die besten Jugendbewerbsgruppen aus den verschiedenen Landesfeuerwehrverbänden qualifizieren:

 

  1. 1977 Tulln, Niederösterreich – Bundesfeuerwehrjugendausscheidungsbewerb genannt
  2. 1978 Lebring, Steiermark
  3. 1980 Obertraun, Oberösterreich
  4. 1982 Eisenstadt, Burgenland
  5. 1984 Adnet, Salzburg –
    von nun an Bundesfeuerwehrjugendleistungsbewerb genannt,
    eigene Feuerwehrjugend-Bewerbsfahne und
    Feuerwehrjugendleistungsabzeichen mit dem Bundesadler.
  6. 1986 Feldkirch, Vorarlberg
  7. 1988 Mistelbach, Niederösterreich
  8. 1990 Schwaz, Tirol
  9. 1992 Knittelfeld, Steiermark
  10. 1994 Vöcklabruck, Oberösterreich
  11. 1996 Pinkafeld, Burgenland
  12. 1998 Saalfelden, Salzburg
  13. 2000 Hohenems, Vorarlberg
  14. 2002 Mistelbach, Niederösterreich
  15. 2004 Wörgl, Tirol

 

Internationale Jugendfeuerwehrwettbewerbe:

  1. 1977: Erste internationale Jugendfeuerwehrwettkämpfe in Ettelbrück, Luxemburg.

    Seither werden diese alle zwei Jahre durchgeführt:
  2. 1979 in Perchtoldsdorf, Österreich,
  3. 1881 in Böblingen (erstmals gemeinsam mit den traditionellen Feuerwehrwettkämpfen), BRD,
  4. 1983 in Veldhoven, Niederlande,
  5. 1985 in Vöcklabruck, Österreich,
  6. 1987 in Havlickuv-Brod, CSSR,
  7. 1989 in Warschau, Polen,
  8. 1991 in Lappeenranta, Finnland,
  9. 1993 in Berlin, Deutschland,
  10. 1995 in Arco, Italien,
  11. 1997 in Herning, Dänemark,
  12. 1999 in Altkirch, Frankreich,
  13. 2001 in Kuopio, Finnland,
  14. 2003 in Kapfenberg, Österreich.
  15. 2005 in Varazdin, Kroatien

 

 

Funkleistungsabzeichen (FuLA) in Bronze, Silber und Gold

Die Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark und Burgenland erarbeiteten gemeinsam bundeseinheitliche Richtlinien für diesen Einzelbewerb.(42)

1975 – LFV Niederösterreich: FuLA Bronze, 1980 Silber, 1984 Gold. (43)

1978 – LFV Burgenland: FuLA in Bronze , 1980 Silber.(44)

1984 – LFV Salzburg: Bronze, 1986 Silber, 1990 Gold.

 

Sprengdienstleistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold

1976 – LFV Niederösterreich: Sprengdienstleistungsabzeichen Bronze, 1978 Silber. (Ein Goldenes wird ebenfalls seit 1976 aber nur verliehen!) (45)

 

Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung (THL) in Bronze, Silber und Gold (46)

Die Technische Leistungsprüfung stellt innerhalb des österreichischen Feuerwehrbewerbs- und Ausbildungswesens einen hohen Schulungswert für die Praxis dar. Im Gruppenbewerb kann nach Absolvierung der Stufe I nach zwei Jahren zur Prüfung der Stufe II und nach weiteren zwei Jahren der Stufe III angetreten werden. Innerhalb kürzester Zeit hat sich dieser Leistungsbewerb zu einer der gefragtesten Bewerbsdisziplinen am Feuerwehrsektor entwickelt. Den Siegeszug hat diese Leistungsprüfung von Tirol aus angetreten. Insbesondere OBR Rupert Aufschnaiter war bei der landes- und bundesweiten Einführung die treibende Kraft.

 

Chronologie der allgemeinen Entwicklung:

28. Oktober 1991 – Teilnahme einer Gruppe der FF Kössen, Tirol, in Begleitung von Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Rupert Aufschnaiter an der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung in Reith im Winkel, Bayern. Danach bildet Aufschnaiter im Bezirk Kitzbühel eine Arbeitsgruppe Technische Leistungsprüfung.

11. Februar 1992: Antrag des Bezirksfeuerwehrverbandes Kitzbühel an den Tiroler LFV um Genehmigung zur Durchführung der Technischen Leistungsprüfung.

21. Mai 1992: Vorführung der Leistungsprüfung vor den Mitgliedern des Tiroler Landes-Feuerwehrausschusses in der LFS. Aufschnaiter und sein Team erhalten den Auftrag, für den LFV Tirol geeignete Unterlagen zu erstellen.

14. November 1992: Aufschnaiter legt die Tiroler Richtlinien auch dem ÖBFV-Fachausschuss Freiwillige Feuerwehren (FAFF) vor und bittet um weitere Bearbeitung.

2. Dezember 1992: Die Richtlinien genehmigt der LFV Tirol.

29. Jänner 1993: Vorführung der Leistungsprüpfung vor den Mitgliedern des FAFF durch die Gruppe Kössen.

12. Februar 1993: Gruppe Kössen – erste Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung nach den Richtlinien des Tiroler LFV.

14. Mai 1993: Einrichtung einer Arbeitsgruppe im FAFF zur Ausarbeitung österreichweit gültiger Richtlinien für die Leistungsprüfung nach Tiroler Vorbild. Den Vorsitz übernimmt OBR Rupert Aufschnaiter.

17. September 1993: Genehmigung und Weiterleitung an das Präsidium des ÖBFV der Richtlinien zur Durchführung der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung Stufe I durch den FAFF. Das Präsidium genehmigt diese im Oktober 1993.

28. Jänner 1994: Antrag des FAFF an das Präsidium: Die vorgelegte Richtlinie den Landesfeuerwehrverbänden zu empfehlen.

7. Mai 1994: Fertigstellung der Richtlinien für alle drei Stufen (I-Bronze, II-Silber, III-Gold) und Genehmigung durch den FAFF; Weiterleitung zur endgültigen Annahme durch das Präsidium des ÖBFV, welche im September 1994 erfolgt.

 

Tirol:

19. Dezember 1993: Gruppe Kössen – erste Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung Stufe I (Bronze) nach den Richtlinien des ÖBFV.

Im Jahr 1994 stellen sich fünf und 1995 16 Gruppen der Leistungsprüfung Stufe I.

3. Oktober 1995: Lehrpersonal der LFS Tirol legt die Leistungsprüfung der Stufe I ab.

9. März 1996: Gruppe Kössen – erste Leistungsprüfung der Stufe II (Silber).

Weiters legen im Jahr 1996 14 Gruppen die Leistungsprüfung der Stufe I und zwei Gruppen der Stufe II ab; 1997 sind es 15 Gruppen der Stufe I und neun Gruppen der Stufe II.

28. März 1998: Gruppe Kössen – erste Leistungsprüfung der Stufe III (Gold).

1998 weitere acht Gruppen Leistungsprüfung der Stufe I, zwölf Gruppen der Stufe II und eine Gruppe der Stufe III. 47

 

LFV Oberösterreich:

4. März 1994: Lehrpersonal der Oö. LFS legt in Linz die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung Stufe I ab.

11. April 1995: Informationslehrgang für künftige Bewerter zur Leistungsprüfung.

17. November 1995: Bewerterlehrgang in der Oö. LFS Linz.

1. März 1996: Lehrpersonal der Oö. LFS legt in Linz die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung Stufe II ab.

27. Februar 1998: Lehrpersonal der Oö. LFS legt in Linz die Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung Stufe III ab.

 

LFV Salzburg:

18. März 1995: In drei Gruppen legen Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Bewerbe und Lehrpersonal der Salzburger LFS die Leistungsprüfung der Stufe I ab.

21. November 1997: In zwei Gruppen legen Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Bewerbe und Bewerter die Leistungsprüfung der Stufe II ab.

 

LFV Steiermark:

16. September 1995: Einschulung eines Bewerterteams von der LFS Steiermark in Lebring für die Abnahmebefugnis der Leistungsprüfung.

 

LFV Niederösterreich:

14. September 1996: Schulung der Abnahmeberechtigten für die Leistungsprüfung in der NÖ. LFS Tulln.

23. November 1996: Gruppe St. Pölten-Stadt legt die Leistungsprüfung der Stufe I ab.

 

Inzwischen ist diese Leistungsprüfung eine gern angenommene und willkommene Ausbildungsergänzung bei den österreichischen Feuerwehren und wird bei diesen auf Ortsebene laufend durchgeführt.

 

Leistungsabzeichen Atemschutz

offen

 

Ausbildungsprüfung Löscheinsatz

offen

 

Anmerkung:

Nach Einlangen weiterer Unterlagen wird dieses Kapitel vervollständigt.

 

 

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  1. BR Adolf Schinnerl, Adnet, Konsulent des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg und Leiter des ÖBFV-Sachgebietes 1.5 Feuerwehrgeschichte und Dokumentation.
  2. Hans Gilbert Müller, Geschichte der Leistungsabzeichen, Auszeichnungen, „Orden“ und der Orden, 9. Tagung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Feuerwehr- und Brandschutzgeschichte, Tagungsband, Kurort Jonsdorf, Sachsen, Deutschland, 2001.
  3. Rössl/Schneider/Schneider/Zawrel, Das große niederösterreichische Feuerwehrbuch, S. 128-130.
  4. Peter Krajasich, 60 Jahre burgenländische Feuerwehrleistungsbewerbe, in Die Wehr 5-1985, S. 107.
  5. Roman Felsner, Dem Nächsten zur Wehr, 1994, S. 132.
  6. Mitteilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, 8-1937, S. 144.
  7. Zeitschrift für das Feuerwehr- und Rettungswesen in Steiermark, 8-1938, S. 197f, 9-1938, S. 200, Bericht 10-1938 S. 216f.
  8. Österreichische Feuerwehr, 2-1948, S. 32; Günter Treffer, Das große steirische Feuerwehrbuch, S. 147-150.
  9. Österreichische Feuerwehr, 8-1948, S. 162f.
  10. Mitteilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, 10-1948, S. 4f. Diese ersten niederösterreichischen Wettkampfbestimmungen wurden auch in einem dunkelroten Heftchen aufgelegt.
  11. Roman Felsner, Dem Nächsten zur Wehr, 1994, S. 132-142.
  12. Roman Felsner, Dem Nächsten zur Wehr, 1994, S. 132-142.
  13. Mitteilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, 7a-1949, S.14f; 9-1949, S. 9f; 4-1950, S. 6.
  14. Mitteilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, 8-1951, S. 3-5.
  15. Roman Felsner, Dem Nächsten zur Wehr, 1994, S. 132-142.
  16. Mitteilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, 9-1951, S. 1-8; 7-1951, S. 1.
  17. Christoph Wagner, Das große oberösterreichische Feuerwehrbuch, 1985, S. 142.
  18. Mitteilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, 2-1952, S. 3f; 7-1952, S. 14.
  19. Roman Felsner, Dem Nächsten zur Wehr, 1994, S. 132-142.
  20. Muhr/Ribitsch/Schinnerl, 100 Jahre Salzburger Landesfeuerwehrverband, 1981, S. 71.
  21. Krajasich/Widder, Die freiwilligen Feuerwehren des Burgenlandes, 1983, S. 119.
  22. Muhr/Ribitsch/Schinnerl, 100 Jahre Salzburger Landesfeuerwehrverband, 1981, S. 71.
  23. Hermann Partl in: Ein Jahrhundert Tiroler Feuerwehren, Innsbruck, 1973, S. 73-74.
  24. Österreichische Feuerwehr, 1-1963, S. 13.
  25. Rössl/Schneider/Schneider/Zawrel, Das große niederösterreichische Feuerwehrbuch, S. 130.
  26. Krajasich/Widder, Die freiwilligen Feuerwehren des Burgenlandes, 1983, S. 121-133.
  27. Hermann Partl in: Ein Jahrhundert Tiroler Feuerwehren, Innsbruck, 1973, S. 74.
  28. Muhr/Ribitsch/Schinnerl, 100 Jahre Salzburger Landesfeuerwehrverband, 1981, S. 71.
  29. Günter Treffer, Das große steirische Feuerwehrbuch, S. 149.
  30. Roman Felsner, Dem Nächsten zur Wehr, 1994, S. 142.
  31. Mitteilungen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, 7-1959, S. 23.
  32. Brand aus, 12-1969, S. 456.
  33. Schanda/Schinnerl, in 100 Jahre CTIF 1900-2000, Internationale Feuerwehrwettkämpfe S. 101-124.
  34. Rössl/Schneider/Schneider/Zawrel, Das große niederösterreichische Feuerwehrbuch, S 137-138.
  35. Rössl/Schneider/Schneider/Zawrel, Das große niederösterreichische Feuerwehrbuch, S. 137.
  36. Rössl/Schneider/Schneider/Zawrel, Das große niederösterreichische Feuerwehrbuch, S. 138.
  37. Rössl/Schneider/Schneider/Zawrel, Das große niederösterreichische Feuerwehrbuch, S. 141.
  38. Rössl/Schneider/Schneider/Zawrel, Das große niederösterreichische Feuerwehrbuch, S. 141-142.
  39. Krajasich/Widder, Die freiwilligen Feuerwehren des Burgenlandes, 1983, S. 144-145.
  40. Muhr/Ribitsch/Schinnerl, 100 Jahre Salzburger Landesfeuerwehrverband, 1981, S. 127.
  41. Manfred Liebentritt, Landes-Feuerwehrverband Tirol, Schulneubau, 2001, S. 41-42.
  42. Krajasich/Widder, Die freiwilligen Feuerwehren des Burgenlandes, 1983, S. 132-133.
  43. Rössl/Schneider/Schneider/Zawrel, Das große niederösterreichische Feuerwehrbuch, S. 137.
  44. Krajasich/Widder, Die freiwilligen Feuerwehren des Burgenlandes, 1983, S. 132-133.
  45. Rössl/Schneider/Schneider/Zawrel, Das große niederösterreichische Feuerwehrbuch, S. 137.
  46. Rupert Aufschnaiter, Aufzeichnungen als Vorsitzender der Projektgruppe „Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung“ im ÖBFV-Fachausschuss Freiwillige Feuerwehren (FAFF).
  47. Jahresbericht 1998 des Landesfeuerwehrverbandes Tirol.

 

Ablage unter: Leistungsabzeichen d. Feuerwehren

 

Handbuch zur Feuerwehrgeschichte Ausgabe: Oktober 2005/2