Fahnentradition in Salzburg

Autor: Adolf Schinnerl (1)

Zu einem Verein gehört eine Fahne

Die Feuerwehrvereine sind im Dorf-, Markt- und Stadtgeschehen von Anfang an ein gesellschaftspolitischer Faktor. Sie beteiligen sich auch an den Feierlichkeiten im Jahresfestkreis. Die traditionellen kirchlichen Bruderschaften, Schützenkompanien, Militärabordnungen, Veteranenvereine usw. rücken mit ihren Fahnen aus. Der Bruderschaftsmeister/Obmann/Hauptmann und die Fahnenträger mit ihren Begleitern marschieren den jeweiligen Vereinen voraus. Eine Feuerwehr, streng hierarchisch gegliedert, marschierend und von einem Hauptmann militärisch geführt, braucht daher auch eine Fahne!

 

Erste Feuerwehrfahnen (2)

Die älteste bekannte Feuerwehrfahne besitzt die im Oktober 1867 gegründete Freiwillige Feuerwehr Straßwalchen mit der Jahreszahl 1868. Diese Fahne aus einfachem Tuch wurde selbst gefertigt und trägt als Symbol zwei gekreuzte Beile mit einem Helm darüber und die Jahreszahl 1868. Sie dürfte zur ersten offiziellen Ausrückung nach abgeschlossener Gründung getragen worden sein. Erst zehn Jahre später wurde in Straßwalchen offiziell eine Feuerwehrfahne geweiht.

Die erste Feuerwehrfahnenweihe ist im Jahr 1869 in Oberndorf bei der ältesten FF des Landes belegt. Die Frauen des Ortes haben ihren Feuerwehrmännern fünf Jahre nach der Gründung die Fahne als Anerkennung für die mutige Brandbekämpfung im Ortsteil Altach im Jahr 1868 gestiftet. „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ und „Einer für Alle, Alle für Einen“ haben sie drauf gestickt, für ein Floriansbild hatte wahrscheinlich das Geld gefehlt.

Die FF Salzburg-Stadt feierte am 8. Juni 1873 aus Anlass ihrer ersten Fahnenweihe in St. Peter ein großes Fest.

In Saalfelden wurde im Jahr 1876, zwei Jahre nach der Feuerwehrgründung, eine neue Fahne gesegnet.

Die FF Werfen übernahm bei der Gründung 1876 gar eine Fahne der Nationalgarde aus dem Jahr 1844, gestaltet diese zur Feuerwehrfahne um und rückte 1877 damit zum Gründungsfest aus.

Die FF Zell am See bekam ihre Fahne im Jahr 1878, zehn Jahre nach der Gründung.

Die 1876 gegründete FF Hofgastein bekam von den Schützen eine Fahne, schmückte diese mit einem Floriansbild und feierte 1882 das Fest der Fahnenweihe.

Immer mehr Fahnen wurden angeschafft. Bis zum Jahr 1900 sind bereits 37 der 78 Feuerwehren stolze Fahnenbesitzer.

 

Fahnenstreit

Fahnen für die Feuerwehren – schade ums Geld, sie sollen sich lieber Geräte kaufen, meinen die einen. Die anderen: Ein Verein, der keine Fahne hat, ist kein Verein; eine gute Feuerwehr hat Geräte und kann sich eine Fahne auch noch leisten oder schenken lassen. Wer recht hatte?

1884 beschließt der III. Österreichische Feuerwehrtag in St. Pölten die vor allem von Niederösterreich und Böhmen forcierte Resolution, „dass die Anschaffung von Fahnen bei den Feuerwehren unnütz ist und Fahnen dem Ansehen des Feuerwehrwesens abträglich sind“. (3)

Auf dem VI. Österreichischen Feuerwehrtag 1896 in Klagenfurt steht das Thema auf Antrag Böhmens wieder auf der Tagesordnung. Beschlossen wird, „... dass aber auch in dem äußeren Auftreten und in dem Aussehen einer Feuerwehr möglichste Einfachheit vorherrscht, vor allem aber dem Fahnenunwesen gegengesteuert werde“. 1898 richtet der Österreichische Feuerwehrausschuss an die Landesverbände die Bitte, „an alle unterstehenden Verbandsfeuerwehren die bestimmtesten Weisungen zu geben, den Unfug des Führens von Fahnen und die Mitnahme von Fahnenjunkern, ja sogar von Marketenderinnen, abzustellen“. (4)

Wie sehr die Feuerwehren an ihren Fahnen hängen, zeigt ein Antrag der Feuerwehren des Tennengaues an den VII. Landesfeuerwehrtag am 27. Mai 1900 in Hallein. Sie verlangen die Missbilligung des beim Österreichischen Feuerwehrtag in Klagenfurt gebrauchten Ausdruckes „Fahnenunwesen“. Hierzu erklärte Landesverbandsobmann Julius Haagn, „dass mit diesem Ausdrucke nicht die Fahnen der Feuerwehren beleidigt wurden, sondern dass damit nur gesagt sein soll, zuerst mögen sich die Feuerwehren ordentliche Geräte anschaffen und dann erst mit der Fahne Parade machen“. (5)

Vollends durcheinander kommen die Salzburger Feuerwehren, als ihnen zum 8. Österreichischen Feuerwehrtag vom 6. bis zum 8. September 1902 in der Stadt Salzburg der Auftritt mit Fahnen vom Präsidenten des Österreichischen Feuerwehr-Reichs-Verbandes, Reginald Czermack, gemäß den Beschlüssen von St. Pölten und Klagenfurt verboten wird. (6)

Die FF Filzmoos hat gerade in diesem Jahr ihre Fahne eingeweiht. Ihr Hauptmann Sebastian Lackner fragt am 20. August bei der Salzburger Feuerwehrzeitung an, ob die Fahnen zu Hause bleiben oder nicht. Schriftleiter Franz Josef Hlawna, Feuerwehr-Hauptmann in Lungötz und Gau-Stellvertreter des Tennengaus, antwortet, dass ein Teilnahmeverbot für Fahnen als Beleidigung empfunden werde und der Festausschuss sich dazu äußern solle, „erfolgt keine Genugtuung, so bleiben wir daheim, denn keine Antwort ist auch eine Antwort“. (7)

Die Salzburger lassen es auf einen Mordskrach mit dem Verbandpräsidenten ankommen. Der Festausschuss entscheidet nämlich, dass die Salzburger beim Festzug mit ihren Fahnen aufmarschieren. Tatsächlich erscheinen dann 40 Salzburger und sieben andere Feuerwehren mit ihren Fahnen und werden beim Festzug von der Bevölkerung mit einem wahren „Blumenregen“ begrüßt.

Der Fahnenstreit wird dann noch weiter sehr emotional zwischen Reginald Czermack und Franz Josef Hlawna in den Fachzeitschriften ausgetragen(8). Streitpunkte waren einerseits das angeordnete Tragen von Beilen oder Faschinmessern und das tolerierte Tragen von Säbeln (Czermack selbst trug einen Degen) und andererseits das Verbot des Mittragens von Fahnen. Hlawna repliziert, dass man mit Säbeln und Degen ebensowenig das Feuer löschen könne wie mit Fahnen.

Aber auch innerhalb der Feuerwehren wurde dieses Thema heiß diskutiert, wie das Beispiel aus Henndorf zeigt. Dort hielt die Feuerwehr am 15. Juni 1908 eine außerordentliche Generalversammlung ab. Zweck derselben war die Beschlussfassung über den Ankauf einer Vereinsfahne. Nach der Aufforderung des Obmannes zur Meinungsäußerung darüber sagte der Schriftführer, „... dass eine Vereinsfahne, welche doch nur ein Paradestück ist und bleibt, für eine Feuerwehr, welche nur praktische, werktätige Zwecke verfolgt, nicht notwendig sei. Am Brandplatz kann man keine Fahne brauchen.“ Diesen Ausführungen schloss sich der Gemeindevorsteher an. Dagegen führte der Pfarrer aus: „... dass die Fahne das Zeichen der Einheit sei und deshalb soll der Verein eine Fahne ankaufen“. Die hierauf durchgeführte Abstimmung ergab 32 Ja, zwölf Nein und sieben ungültige Stimmen. Zum 30. Gründungsfest am 8. September 1908 wurde die Fahne gesegnet.

 

Die Salzburger bleiben bei den Fahnen

Unter dem Titel „Eine Lanze für die Fahnen“ unterstreicht Hlawna deren Sinnhaftigkeit und meint:(9) „Man lobt einerseits die Organisation der Feuerwehr nach militärischem Muster, andererseits wäre eine Fahnen unnütz. Gerade beim Militär wird aber die Fahne als heiligstes Zeichen der Einigkeit, des Kampfes und des Sieges hochgehalten, die Devise Fahnenunwesen passt da wenig dazu. Selbst wenn eine Feuerwehr die besten Löschmaschinen hat, bei den Ausrückungen im Ort die Bewohner die freiwillige Retterschar aber immer nur als Anhängsel der fahnenführenden Vereine zu sehen bekommt, wird es noch lange dauern, bis die Feuerwehr als ihr hervorragendster Verein in der Gemeinde angesehen wird. Es darf daher nicht verwundern, wenn die salzburgischen Feuerwehrhauptleute diesen Schein der Unmündigkeit abzustreifen trachten und nicht bloß bei den Löschaktionen, sondern auch bei festlichen Gelegenheiten im Ort nach außen hin mit einer Fahne das Bild der Selbständigkeit darstellen wollen. Die korporativen Ausrückungen mit der Fahne sind ein uns einigendes Bindemittel in Freud und Leid. Als ideales Gut ist sie unleugbar von befeuernder Kraft, die dem braven Wehrmann Ansporn gibt, im Kampfe gegen die Elementargewalten, also selbst dort wohin die Fahne nicht mitgenommen wird. Die Fahne kann nicht unnütz sein, sie sichert vielmehr den Bestand der meist nur 30 bis 40 Mann starken Land- und Gebirgsfeuerwehren.“

Die Einweihung von rund 50 Feuerwehrfahnen in der Zeit von 1902 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 sprechen für die Aussagen Franz Josef Hlawnas. Während des Ersten Weltkrieges wird nur mehr im Jahr 1916 die Fahne der FF Ebenau gesegnet.

Die 1913 gesegnete Fahne der FF Zederhaus wurde im Jahr 1919 beim Brand des Klauswirtes ein Raub der Flammen und konnte erst 1924 durch eine neue ersetzt werden. Das selbe Schicksal ereilte die 1909 gesegnete Fahne der FF Wagrain beim Marktbrand im Jahr 1927, die jedoch nach drei Jahren wieder ersetzt werden konnte.

 

Florian-Verehrung und Fahnenschwur

Für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Salzburg, 1865 als zweite FF im Land gegründet, ist die erste Florianifeier des Landes im Jahr 1866 am 6. Mai verbürgt. „Am Sonntage nach dem Tage des heil. Florian hatte die Feuerwehr hiesiger Stadt eine feierliche heil. Messe in der Bürgerspitalskirche, um die Fürbitte dieses Heiligen als eines Patrones zu erlangen. Dabei erschien ein Theil der Feuerwehr-Männer in ihren neuen schimmernden Helmen. Wir begrüßen dieses Zeichen christlicher Gesinnung mit Freuden.“ (10)

Mit dem Bild Florians auf den Fahnen wird die Verehrung des Heiligen als gewählter Schutzpatron öffentlich sichtbar. Auch der christliche Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zu Wehr“ überwiegt bei den Salzburgern und überflügelt das aus dem liberalen Gedankengut kommende Motto „Einer für alle, alle für einen“.

Belegt sind bereits in den Anfangsjahren die am Florianitag vom Hauptmann entgegengenommenen Handgelöbnisse, welche mit Unterschrift besiegelt werden, und nachdem Feuerwehren Fahnen hatten, auch der auf die Fahne abgelegte Fahnenschwur.

 

Fahnenmutter/Fahnenpatin

Eine besondere Ehre ist es, Fahnenmutter oder Fahnenpatin bei der Feuerwehr zu sein. Meistens werden Frauen von angesehenen und spendefreudigen Persönlichkeiten oder Feuerwehrfunktionären um die Übernahme dieser lebenslang gültigen Ehrenfunktion gebeten.

Für die Gründungsfahne der FF Werfen (1877) fungierten in den ersten 25 Vereinsjahren gleich vier Fahnenjungfern, für jede Fahnenecke eine. Danach wurde nur mehr eine Fahnenmutter bestellt.

Die Pfarrwerfener Fahnenpatin hat 1903 sogar bestimmt, dass die Fahne stets in ihrem Haus zu deponieren sei.

 

Fähnrich

Fähnrich zu sein bedeutet im Kameradenkreis immer einen besonderen Stellenwert, ist es doch er, der für die gesamte Mannschaft die Fahne übernommen und versprochen hat, „wir halten sie hoch und halten sie fest, es ist keiner unter uns, der die Fahne verläßt“. Obwohl bei den Chargenbezeichnungen die Funktion des Fähnrichs nie zu finden ist, trägt dieser meistens die Zugführerdistinktion.

Bei Festlichkeiten bezeugen die Fähnriche bei der Begrüßung und Defilierung stellvertretend für die Mannschaft mit dem Fahnenkuss (Kreuzen der Fahnen) die kameradschaftliche Verbundenheit (leider wird dieser Brauch heute mehr und mehr vernachlässigt).

Der Fähnrich wird in der Mehrzahl von zwei Fahnenbegleitern flankiert. Früher waren sie wie der Hauptmann und Fähnrich mit breiten Schärpen ausgestattet.

Bis in die fünfziger Jahre war es üblich, dass bei Festumzügen Mädchen und Frauen den Fähnrichen selbst gebundene Blumenkränzchen zuwarfen, welche von diesen mit der Fahne aufgefangen wurden. Je mehr Kränzchen auf der Fahne, um so fescher der Fähnrich oder bekannter die ausgerückte Mannschaft.

 

Fahnenbänder und Fahnenjungfrauen

Bei den Gründungs- und Jubiläumsfesten werden den Gastvereinen immer schon von Ehrendamen Erinnerungsbänder ausgehändigt bzw. beim Mittragen einer Fahne auf diese geheftet.

Im Jänner 1902 liest man in der Salzburger Feuerwehr Zeitung: „Das Fahnenband, ein Symbol der Eintracht. Wozu benützt man überhaupt ein Band? Zum Verbinden, Verknüpfen und Befestigen. Das Fahnenband unserer Vereinsfahnen versinnbildlicht dasselbe. Die Fahnenbänder, mit welchen holde Fahnenjungfrauen bei Fahnenweihen die erschienenen Bruderfahnen schmücken, deuten darauf hin, daß nicht nur die Mitglieder einer Wehr, sondern alle Wehrmänner des Gaues, des Landes, ja über die Landes- und Reichsgrenzen hinaus sich untereinander als Brüder und Genossen fühlen sollen, die sich gegenseitig achten und schätzen und unterstützen, sind sie doch alle Gesinnungsverwandte, Helden der Nächstenliebe, die nicht irdischen Lohn heischend, selbst ihr Leben zum Wohle des Nächsten aufs Spiel setzen.“ (11)

 

Fahne als Ansporn

Man kann immer wieder feststellen, dass jene Feuerwehren, die sich um eine Fahne bemühen, auch auf dem Ausstattungssektor immer besondere Aktivitäten entwickeln und dass nach einer Fahnenweihe die Mannschaft eine neue Begeisterung zeigt.

Interessant ist, dass nach dem Ersten Weltkrieg in den Jahren von 1921 bis 1938 trotz Inflation und Weltwirtschaftskrise über 40 Fahnen angeschafft werden und die meisten Feuerwehren sich mit den ersten Motorspritzen ausrüsten konnten.

So hat z. B. die FF Adnet 1924 ihre erste Fahne bekommen und bereits ein Jahr später ihre Ausrüstung mit der ersten Motorspritze und einer Zweiradschiebeleiter wesentlich verbessert. Die dortigen Funktionäre sind 1925 zur großen Feuerwehrausstellung nach Salzburg gefahren und haben dort voller Begeisterung diese Geräte einfach bestellt. Den Gemeinderatsbeschluss zum Ankauf haben sie erst im Nachhinein erwirkt.

 

NS-Zeit

Obwohl bei nationalsozialistischen Propagandaveranstaltungen wehende Fahnen eine große Rolle spielten, ist in den Kriegsjahren 1939-1945 bei den Feuerwehren von Fahnen keine Rede. Per Dienstbefehl wurde sogar das Ausrücken mit der Fahne verboten. Vom Verbot ausgenommen waren lediglich die Teilnahme an den Totenehrungen für die vielen im Zweiten Weltkrieg gefallenen Kameraden.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Während der Umbruchstage 1945 gingen nicht nur Gerätschaften der Feuerwehren verloren, sondern auch Fahnen. Von amerikanischen Besatzungssoldaten gestohlen wurden die Fahnen der FF Uttendorf aus dem Jahr 1904, Mattsee aus 1907 und Hollersbach aus 1923, die Fahne von Michaelbeuern aus 1889 ist seither verschollen. Im Laufe der Zeit sind auch 14 Fahnen durch Alterung verloren gegangen.

Nach dem Krieg eröffnete 1946 die FF Piesendorf den Reigen von Fahnenweihen. Neben der Vollmotorisierung und den Feuerwehrhausbauten konnten auch viele alte Fahnen der Feuerwehren durch neue ersetzt oder renoviert werden. Der Bestand von rund 80 Fahnen im Jahr 1938 erhöhte sich bis zum Jahr 2003 auf rund 270, davon tragen rund 94 Prozent ein Bild St. Florians. Viele davon werden nicht mehr getragen, sondern zur Erinnerung an die Vorgängergeneration ehrfurchtsvoll aufbewahrt.

Vier neue Fahnen sind besonders erwähnenswert: 1949 wird die gemeinsame Fahne der Freiwilligen Feuerwehr und des Kameradschaftsbundes Plainfeld gesegnet, 1955 stiftet Schneidermeisterin Theresia Neuschmied als Fahnenmutter die selbst ausgearbeitete Fahne der FF Goldegg und in Muhr sticken ebenfalls 1955 die Frauen der Feuerwehrmänner das Symbol der Einheit, die Fahne der FF St. Georgen bei Salzburg fertigt die Fahnenmutter Cordula Hofmann 1979 als Dank für die Hochwasserhilfe an.

 

Tradition bleibt aufrecht

Nunmehr haben alle 119 Freiwillige Feuerwehren, zwei Betriebsfeuerwehren und viele Löschzüge eine Fahne. Es gibt keine festliche Ausrückung, zu der die Fahne nicht mitgetragen würde.

Mit der Anschaffung einer Landesverbandsfahne zum 100-Jahre-Jubiläum im Jahr 1981 wird die Fahnentradition noch unterstrichen.

Die erste Bezirksfahne stiftet im Jahr 2002 die Tennengauer Versicherung anläßlich ihres 125-jährigen Bestandes als besondere Anerkennung den Feuerwehren des Tennengaues. Im Pongau wird im Jahr 2004 aus Anlass des 100-Jahre-Jubiläums des Feuerwehrbezirkes die zweite Bezirksfahne gesegnet.

 

Wimpel für die Feuerwehrjugend

Auch für die Jugendgruppen finden sich Spender für Wimpel. Als Zeichen der untergeordneten Einheit sind diese in einer kleineren Dreiecksform ausgeführt. Gleich mit der offiziellen Aufnahme der Jugendarbeit im Landesfeuerwehrverband wurde 1978 die Gestaltung einheitlich geregelt.

 

Mögen alle Fahnen und Wimpel
auch in Zukunft als Zeichen der Einheit stehen und die damit verbundene Kameradschaft
die stete Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens fördern!

 

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  1. Brandrat Adolf Schinnerl, Adnet, Konsulent des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg und Leiter des ÖBFV-Sachgebietes 1.5 Feuerwehrgeschichte und Dokumentation.
  2. Nach Angaben der Feuerwehren in den Jahren 1980 und 2003.
  3. Protokoll ÖVFZ (Österreichische Verbands-Feuerwehr-Zeitung) 20-1884;
    Rundschreiben des Österreichischen Feuerwehrausschusses vom 6. Jänner 1890 in ÖVFZ 2-1890.
  4. Rundschreiben Nr. 97 des Österreichischen Feuerwehrausschusses vom 3. August 1898.
  5. Salzburger Volksblatt, Nr. 123, 30. Mai 1900.
  6. Rundschreiben Nr. 147 in ÖVFZ 16-1902.
  7. Salzburger Feuerwehr-Zeitung, 34-1902.
  8. ÖVFZ 17-1902 und Salzburger Feuerwehr-Zeitung, 38-1902.
  9. Salzburger Feuerwehr-Zeitung 40-1902.
  10. Salzburger Chronik, Nr. 20, 18. Mai 1866. (Die FF Salzburg war aus der liberalen Turnerbewegung hervorgegangen, um so erfreuter konstatierte man bei der katholisch orientierten Zeitung dieses Zeichen christlicher Gesinnung.)
  11. Salzburger Feuerwehr Zeitung, Nr. 1, 4. Jänner 1902.

 

 

Ablage unter: Fahnentradition in Salzburg

Handbuch zur Feuerwehrgeschichte - Ausgabe: Februar 2005/2

 

Ablage unter: Aufgabe d. Fw-Geschichte

Handbuch zur Feuerwehrgeschichte - Ausgabe: Mai 2000