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Nur noch 2 Tage: Feuerwehren begrüßen die Rettungsgasse


Die Rettungsgasse ist ab 1.1.2012 Pflicht – denn sie rettet Leben!

Feuerwehren begrüßen die Rettungsgasse


Der Österreichische Bundesfeuerwehrverband hat die Einführung der Rettungsgasse seit Jahren gefordert. Demnächst wird es Realität, in 2 Tagen tritt die neue Verkehrsvorschrift in Kraft. Damit erhoffen sich die Einsatzkräfte eine erleichterte und somit rasche Zufahrt zum Einsatzort. Die Überlebenschance steigert sich um rund 10% pro gewonnene Minute bei der Anfahrt zum Unfallort.

Anliegen der Feuerwehren umgesetzt
Vor rund 5 Jahren wurde verstärkt durch die Feuerwehren und andere Rettungsorganisationen für die Einführung, der in den Nachbarländern bewährten Rettungsgasse erstmals geworben. Nach vielen Gesprächen setzte Bundesministerin Doris Bures vor ca. 3 Jahren eine Expertengruppe ein. Entsprechend der Gesprächsergebnisse und dem Vorschlag für die Gesetzesänderung konnte der entsprechende Beschluss durch die Regierung gesetzt werden.

Raschere Zufahrt – frühzeitige Bildung eines Fahrstreifens für Einsatzkräfte
Die Feuerwehren erhoffen sich durch die Bildung der Rettungsgasse eine raschere Anfahrt zum Ort wo Hilfe benötigt wird. Konnten bisher die Einsatzkräfte kaum bis gar nicht durch den Stau zum Einsatzort vordringen, so soll durch das vorausschauende Bilden der Rettungsgasse – also bereits bei Staubildung unabhängig ob ein Unfall erkannt wird oder nicht – eine Fahrspur für das Befahren durch die Einsatzkräfte freibleiben.

Der Pannenstreifen soll für die Bildung der Rettungsgasse benutzt werden und eben auch wenn kein Pannenstreifen vorhanden ist und wenig Platz – kann durch das Bilden der Rettungsgasse eine Zufahrtsspur für die Einsatzfahrzeuge ermöglicht werden. Wichtig ist aber auch, dass die Rettungsgasse nach dem Passieren des ersten Einsatzfahrzeuges erhalten bleiben muss. Denn auch die nachkommenden Einsatzfahrzeuge benötigen diese Rettungsgasse.

Umfrage und Durchführung
Eine aktuelle Umfrage durch das Institut OEKONSULT zu Einführung der Rettungsgasse zeigt, dass die ÖsterreicherInnen bereits von der Rettungsgasse gehört haben. 3 von 4 Befragten haben dies positiv beantwortet. Bei einigen Ereignissen auf den Autobahnen in Österreich wird es bereits gelebt.

Präsident Buchta: „Mehrere Beispiele bereits gebildeter Rettungsgassen lassen mich hoffen, dass die Verkehrsteilnehmer in Österreich verstehen, dass die Rettungsgasse Leben retten kann. Denn geht man davon aus, dass eine gewonnene Minute die Überlebenschance um 10% erhöht, wird es bald Jeder und Jede verstehen und befürworten!“

Die Freiwillige Feuerwehr Gaishorn am See (Steiermark) war am Vormittag des 17. Dezember 2011 zu einem Lkw-Unfall auf der A9 alarmiert worden. Die Einsatzkräfte waren während der Anfahrt zum Unfall nahezu überrascht. Die Autolenker bildeten bereits Rettungsgasse. Die Anfahrt zum Unfallort wurde dadurch maßgeblich erleichtert.